Miroslav Klose verlässt nach vier Jahren den FC Bayern. In der AZ spricht er zum Abschied über sein Lieblingshobby.

München - AZ: Herr Klose, woher rührt denn Ihre Leidenschaft fürs Angeln?

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MIROSLAV KLOSE: Mein Vater hat mich mal mitgenommen, im Urlaub in Südfrankreich. Da haben wir vom Boot aus gefischt. Und mit einem Freund aus Kaiserslautern bin ich vor elf, zwölf Jahren mal mitgegangen.

Gehen Sie auch in München mit der Angel los? Ich bin öfter an der Isar gewesen, oft alleine. Manchmal hab’ ich jemanden dabei, der die guten Stellen kennt. Das ist faszinierend, um fünf, halb sechs Uhr aufzustehen, wenn es noch dunkel ist. Wenn ich einen freien Tag habe, stelle ich mir den Wecker. Wenn wir samstags gespielt haben, gehe ich sonntags von sechs bis neun angeln, danach zum Training. Oder ich gehe über Nacht, an die Seen.

Welche Seen sind das?

Darf ich ja nicht sagen. Das sind Plätze, die kaum einer kennt. Da erkennt mich eh keiner. Und wenn mich einer in der Montur sieht, glaubt er eh nicht, dass ich es bin.

Was schwimmt in der Isar?

Bachforellen, Regenbogenforellen, Rechen. Mit der schwierigste Fisch ist der Huchen. Der hat gut Kraft, ist clever, erkennt den Köder. Du musst ihn richtig gut führen, damit er zuschnappt.

Schon mal einen gefangen?

Ein Mal. Einen kleinen.

Wie klein?

50 Zentimeter. Die anderen sind so 1,40 Meter. Die Karpfen haben neun Kilo.

Braucht man dicke Arme?

Eher die entsprechende Ausrüstung. Der Kerl hat Kraft, kann dahin ziehen, wo er will. Das ist seine Stärke.

Was sagt Ihre Frau dazu?

Für sie ist das kein Problem. Die Kinder werden jetzt sechs, die waren öfter mit, sind begeistert. An dem See, an dem ich bin, habe ich ein Boot. Jeder von ihnen hat schon einen kleinen Karpfen, zwei Kilo etwa, gefangen. Alleine! Ich habe sie nur von hinten festgehalten, damit sie nicht ins Wasser fallen. Mann, waren die stolz!

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