FC Bayern gegen Hapoel Jerusalem Reise nach Jerusalem: Sightseeing nach dem knappen Sieg

Beim Spaziergang am Tag nach dem Sieg bei Hapoel Jerusalem: Die Basketballer des FC Bayern. Foto: FC Bayern

Die Bayern-Basketballer schenken den Sieg im Eurocup in Israel fast her. "Mentalitätssache".

Regeneration der etwas anderen Art war gestern für die Basketballer des FC Bayern angesagt. Am Morgen nach dem 91:83-Erfolg im Eurocup bei Hapoel Jerusalem stand in der israelischen Hauptstadt ein Spaziergang auf dem Programm. Geführt von einem Guide besichtigte die Mannschaft unter anderem das Jaffator, die Altstadt und die Klagemauer, bevor es am Abend wieder mit dem Flugzeug zurück nach München ging.

"Wir wollen den FC Bayern, egal wo wir spielen, immer bestens vertreten, die Werte des Klubs mit uns tragen", hatte Geschäftsführer Marko Pesic schon vor der Reise nach Jerusalem im AZ -Interview gesagt. Und da gehört eben auch ein wenig Kulturprogramm dazu, erst recht für einen deutschen Klub, der zu einem Auswärtsspiel in Israel antritt.

Ein Spaziergang war das Duell auf dem Feld zuvor für die Münchner keineswegs gewesen. Vielmehr "ein sehr wichtiger Auswärtserfolg für uns in einem erwartet harten Spiel", wie Chefcoach Sasa Djordjevic hinterher feststellte. Allerdings machten seine Bayern es sich härter, als es nötig gewesen wäre. "Wenn mir jemand vor dem Spiel das Resultat angeboten hätte, hätte ich es gern genommen", sagte Djordjevic, "aber ich hätte das Spiel nun doch gern anders beendet." Denn sein Team hatte - wie schon bei der Niederlage in der Liga gegen Würzburg - einmal mehr ein eigentlich schon entschiedenes Spiel fast noch aus der Hand gegeben.

Nach einem überragenden ersten Viertel führten die Bayern bereits mit 31:12, gingen mit 51:39 in die Pause und nahmen ihren Vorsprung auch noch mit in den dritten Abschnitt (78:55). Doch dann verlor der FCBB plötzlich völlig den Faden, ließ Jerusalem nach einem 0:16-Lauf wieder bis auf sieben Zähler herankommen. "Ich denke, das ist eine Mentalitätssache", analysierte Djordjevic: "Wir müssen einfach mehr in uns selbst vertrauen, Würfe nehmen, gute Entscheidungen treffen. Wir müssen härter sein."

Die 21 Ballverluste der Bayern hatten dem Coach genauso wenig gefallen, wie die 28 Punkte, die man Ex-NBA-Profi Austin Daye gestattete. Vladimir Lucic (16 Punkte), Braydon Hobbs (15), Milan Macvan (15), Reggie Redding (13) und Jared Cunningham (10) hielten dagegen und sicherten so am Ende noch den dritten Sieg im dritten Eurocupspiel. Und ganz nebenbei auch die gute Laune beim Spaziergang am Morgen danach.

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