Fürs Achtelfinale der Champions League hat sich der FC Bayern qualifiziert – trotzdem geht es im letzten Gruppenspiel gegen Borissow um ziemlich viel. Die AZ erklärt’s.

München In Bad Gögging lässt es sich gut leben, ist ja schließlich ein Kurort. Seit einer Woche  bereitet sich das Team  von Bate Borissow  dort auf die Champions-League-Partie am Mittwoch beim FC Bayern (20.45 Uhr, live bei ZDF und Sky) vor, der Winter  ist hierzulande erträglicher als in  Weißrussland. Vor kurzen ist Bate erneut Meister in der Heimat geworden, mit Platz drei in der Gruppe ist ihnen der Einzug in die erste K.o.-Runde der Europa League sicher. Ein Vorteil für die Bayern?

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Das Achtelfinale ist erreicht, es fehlt noch, den Rang-eins-Bonus vor dem FC Valencia klarzumachen. Dafür muss man unterm Strich mindestens punktgleich mit den Spaniern sein, die  in Lille antreten. Der direkte Vergleich (2:1, 1:1) zählt pro Bayern.
Graue Theorie – den 68.000 Zuschauern soll ja  auch eine gute Show geboten werden. Ist ja nicht der attraktivste Gegner – vom Namen her. Es gilt also für die Bayern an Nikolaus: den Sack zumachen!

Die AZ zeigt, warum Trainer Jupp Heynckes Recht hat, wenn er sagt: „Wir müssen richtig ranklotzen, das ist kein Freundschaftsspiel.“ Worum es gegen Bate geht:


Barcelona zu verhindern:

Die Messi-Elf ist – neben Manchester United – bereits Gruppensieger, ein (zu) frühes Duell muss ja nicht sein. „Es muss unser Ziel sein, im Achtelfinale zuerst auswärts zu spielen und dem einen oder anderen großen Kracher wie FC Barcelona oder Manchester United zumindest zu diesem Zeitpunkt aus dem Wege zu gehen“, betonte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. „Man will Brocken wie Barça vermeiden“, bestätigte Kapitän Philipp Lahm. Heynckes witzelte bei der Frage nach einem Wunschgegner: „Schnee-Weiß Bethlehem.“

die Ehre wiederherzustellen:

Das 1:3 Anfang Oktober in Minsk war eine nicht eingeplante Niederlage, dadurch erhöhte sich der Druck auf die Bayern in der Gruppe. „Wir haben nach dem Hinspiel etwas gutzumachen, wollen das geraderücken“, kündigte daher Lahm an. „Wir sind natürlich gewarnt“, meinte Bastian Schweinsteiger, „Borissow hört sich im ersten Moment wie eine Mannschaft an, die man 5:0 schlagen muss. Aber das ist nicht so!“

Geld zu kassieren:

Die 3,5 Millionen Euro für den Achtelfinal-Einzug haben die Bayern schon im Sack. ,„Es geht auch um eine Million Euro“, merkte Präsident Uli Hoeneß an. Dies ist die Prämie der Uefa für einen Dreier in der Gruppenphase, für jedes Unentschieden gibt es nur halb so viel. „Ein 1:0 oder ein 2:0 reicht mir“, sagte Hoeneß dem „Kicker“, „Hauptsache wir gewinnen.“ Alles andere als Platz eins schätzt er als „fatal“ ein – so viel zur Bedeutung der Partie gegen die Weißrussen.

Gelb zu vermeiden:

Für drei Profis heißt es: Aufpassen! Bastian Schweinsteiger, Javier Martínez und Dante wären bei einer weiteren Verwarnung im Achtelfinal-Hinspiel gesperrt. Darauf jedoch will Heynckes „keine Rücksicht nehmen“, wie er am Dienstag betonte. Vor dem Freiburg-Spiel (2:0) hatte er dies auch gesagt, dann jedoch Schweinsteiger – sammelte in der Liga vier Gelbe Karten – eine Auszeit gegönnt. Mögliche Alternative im defensiven Mittelfeld: der Ukrainer Anatoliy Tymoshchuk.

Gomez zu testen:

Für den Stürmer wäre es nach Freiburg das zweite Pflichtspiel von Beginn an. Beim 1:1 gegen Dortmund hatte Mario Gomez in den fünf Minuten nach seiner Einwechslung für mehr Gefahr gesorgt als Mario Mandzukic zuvor. Claudio Pizarro fällt wegen Erkältung aus, daher wird wohl Gomez stürmen. Heynckes über den Pluspunkt Arena-Gefühl: „Zuhause, mit Unterstützung des Publikums, ist das immer noch was anderes.“

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