Gareth Bale will weg von Tottenham Hotspur – der FC Bayern hat Interesse. "Er gehört neben Messi und Ronaldo zu den drei besten Spielern der Welt", sagt ein Mitspieler zur AZ. Auch bei Lewandowski gibt es Neuigkeiten.

LONDON Gareth Bale hat ein Problem: er ist gebürtiger Waliser. Ein Nationalheld, natürlich der beste Fußballer des kleinen Landes nach Ryan Giggs, der ManU-Legende. Beide werden wohl nie an einer EM oder WM teilnehmen, dafür ist die walisische Nationalelf zu limitiert.

Anzeige

Die Champions League stellt also für Bale die größte Bühne dar, doch mit seinem Verein Tottenham Hotspur kickt er meist eine Etage tiefer in der Europa League. Daher will Bale nun weg – und der FC Bayern will Bale: 23 Jahre, 1,86 Meter, Linksfuß, der aktuell beste Freistoßschütze der Premier League.

Schnell, spielintelligent, torgefährlich – einer der aufregendsten Spieler Europas, der bei keinem Top-10-Klub unter Vertrag steht. Noch – trotz seines Vertrags in London bis 2016. Die Liste der Interessenten: Manchester City, der FC Barcelona, Real Madrid und nun auch Pep Guardiola, Bayerns neuer Coach ab der kommenden Saison.

Das berichtete die "Daily Mail" und schreibt von einem "Blockbuster £50m deal", heißt: rund 58 Millionen Euro müssten die Bayern an Tottenham überweisen, der Marktwert Bales liegt laut "transfermarkt.de" bei 42 Millionen Euro.

Ist Bale – für den Real bereits 60 Millionen Euro geboten haben soll – dies wert? "Er ist ein Topspieler, ein Riesenspieler. Technisch sehr stark, schussstark, sehr schnell, torgefährlich, ganz sicher auch mehr als eine Alternative für den FC Bayern", sagte Ex-Bayern-Kapitän Lothar Matthäus bei "Sky".

Nach dem Europa-League-Spiel gegen Lyon (2:1) sagte Tottenhams Torwart Brad Friedel zur AZ: "Gareth gehört neben Messi und Ronaldo meiner Meinung nach zu den drei besten Spieler der Welt."

Gegen die Franzosen hatte Bale mit zwei Freistoßtreffern begeistert, seine Technik – Präzisionsschüsse mit höchster Geschwindigkeit – ist einzigartig. Friedel: "Es gibt nur wenige, die das so beherrschen. Bale schiebt nach jedem Training Sonderschichten."

Bale weiß um sein Standing: "Ich spiele momentan wohl den besten Fußball meiner Karriere", meinte Bale und blockt die Wechselgerüchte ab: "Ich muss einfach ruhig bleiben und weiter hart arbeiten. Ich habe immer noch Spielraum, mich zu entwickeln."

Am liebsten ab Sommer unter Guardiola, der seinen Kader auf allen Positionen doppelt besetzen will, mit doppelter Weltklasse. Bale würde dann Franck Ribéry oder in der Defensive David Alaba Konkurrenz machen.

Auch im Angriff ist Bayern bestens besetzt – und dennoch will man Robert Lewandowski (24) verpflichten. Und im Fall des Dortmunder Stürmers ist es auch Matthäus, der von einem Wechsel ausgeht. Im Sommer oder erst nach Vertragsende 2014, dann ablösefrei? Der BVB spielt den Bayern den Ball zu, fordert Klarheit.

Falls sie Interesse hätten, so Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, "dann müssen sie irgendwann ihr Visier lüften, müssen zu uns kommen und eine Anfrage stellen. Bayern ist normalerweise korrekt."

Einen Verbleib des Polen gibt man wohl auf beim BVB und soll sich bereits um Leverkusens Stefan Kießling bemühen. Michael Zorc bei "Liga total!": "Wir sind sehr entspannt und werden vorbereitet sein für alle Eventualitäten."