FC Bayern: Film über den Ex-Präsidenten Landauer-Streifen: Club Nr.12 mietet Kino

Eine Szene aus dem Film "Landauer - Der Präsident". Foto: dpa

Der Film "Landauer - der Präsident" läuft im Kino am Sendlinger Tor als Sondervorführung.

München -  Warum so lange warten, wenn ein Film in der ARD erst am 15. Oktober ausgestrahlt wird? Einfach ein Kino chartern, dachte sich der „Club Nr. 12“, die unabhängige Vereinigung aktiver Bayern-Fans. Und so wird am Montag (20.30 Uhr) im Kino am Sendlinger Tor „Landauer – Der Präsident“ als einmalige Sondervorführung gezeigt – von Fans für Fans.

Unter Landauer (1884–1961) gewannen der FC Bayern 1932 seine erste Meisterschaft. In der NS-Zeit wurde der jüdische Präsident von den Nationalsozialisten verfolgt, 1933 abgesetzt, ins KZ Dachau gesperrt und ins Exil gedrängt. Er floh in die Schweiz. Nach dem Krieg kehrte er, der „Erfinder des FC Bayern“ zu seiner großen Liebe zurück.

Ab 1947 baute er den Verein, nur noch ein Trümmerhaufen (pleite, das Stadion zerstört) wieder auf. Dennoch gerieten seine Verdienste in Vergessenheit. Seit einigen Jahren erinnert sich der Verein – unter anderem mit großen Stadionchoreographien - an seine jüdischen Wurzeln, 2013 wurde er posthum zum Ehrenpräsidenten ernannt. „Für München ist es ein extrem wichtiger Film, weil er zeigt, dass ein bayerischer Jude etwas komplett Normales ist“, sagt Regisseur Hans Steinbichler, der das Leben Landauers im Auftrag des BR verfilmt hat und die Hauptrolle mit Josef Bierbichler besetzen konnte.

„Es ist ein Film gegen das Vergessen, man darf auch die dunkle Vergangenheit nicht auslassen“, sagte Schauspieler Herbert Knaup, der Bayerns Vize-Präsident Siggi Hermann spielt. Er war es, der Jude Landauer zur Rückkehr überredete. Eisi Gulp schlüpft in die Rolle von 1860-Präsident Radschuweit. Tickets für die Vorstellung gibt's– nach Verfügbarkeit - für 7 € an der Abendkasse (19 Uhr).

 

 

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