Bastian Schweinsteiger, Vize-Kapitän des FC Bayern, antwortet nach dem Sieg beim VfL Wolfsburg auf die Kritik von Netzer und Thon – und wie.

Wolfsburg - Die Frage an Bastian Schweinsteiger war einfach, die Antwort nicht. Wie er seine eigene Leistung gesehen hatte, wurde er nach dem 2:0 in Wolfsburg gefragt und Schweinsteiger rang mit sich, was er entgegnen sollte.

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"Man soll ja als Spieler nicht über seine eigene Leistung sprechen", sagte er: "Das machen ja heute viele Experten." Die Ex-Nationalspieler Günter Netzer und Olaf Thon zum Beispiel. Deren Urteil vergangene Woche über den Vize-Kapitän des FC Bayern und der Nationalelf: zu alt, zu wenig risikofreudig. Schlicht: Schlechter als Ilkay Gündogan vom BVB, dem gehöre die Zukunft.

Schweinsteigers Reaktion: "Die Leute sind's nicht wert, darüber zu sprechen." Das saß! Ob ihn die Kritik geärgert habe? "Überhaupt nicht. Ich kenne die ja gar nicht und die kennen mich nicht. Wenn ich Meister werde und Titel hole, können viele Leute was sagen. Wir haben 18 Punkte Vorsprung, daran habe ich auch meinen Anteil."

Gegen Wolfsburg hatte er auch Anteil am Sieg – mit einem Kopfball legte er klug für Mario Mandzukic zum 1:0 auf. Sonst hatte Schweinsteiger 103 Ballkontakte – die meisten. "Sein Spiel ist seit einiger Zeit leider überwiegend aus der eigenen Hälfte angelegt, mit vielen und teilweise unnötigen Querpässen", hatte Netzer noch geurteilt.

Schweinsteigers Leistung in Wolfsburg sprach dagegen. Auch gegen Thon, der gemutmaßt hatte, dem 28-Jährigen werde es in der Nationalelf bald so ergehen wie Michael Ballack, ausgemustet, weil Schweinsteiger "hauptsächlich in die Breite" spiele und "keinen Mann mehr überspielen" könne.

Jupp Heynckes hatte ihn als besten Mittelfeldspieler neben Barcelonas Sergio Busquets betitelt – zwei Meinungen, zwei Welten. Schweinsteiger zum Lob des Trainers: "Er kennt mich am besten. Ich will nur Erfolg haben, alles andere interessiert mich nicht."

 

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