Svetislav Pesic hat die Bayern-Basketballer in wenigen Wochen geprägt – mit Erfolg

MÜNCHEN Das eine Thema ist in der Basketballabteilung des FC Bayern derzeit tabu, zumindest offiziell: Svetislav Pesics Zukunft nach der laufenden Saison. Tatsächlich aber steht fest: Bayern braucht Pesic – und wird alles tun, um den Welt- und Europameister zu halten.


Weil es schlichtweg kaum einen international profilierteren Trainer als den 63-Jährigen gibt – und vor allem: Weil Pesic schon nach dreieinhalb Wochen gezeigt hat, dass er auch schwierige Mannschaften wie das derzeitige Aufgebot des FC Bayern in den Griff bekommt.


Am Samstagabend (19.00 Uhr) spielen die Bayern in Hagen. „Das wird ein äußerst schweres Spiel”, sagt Sportdirektor Marko Pesic. „Wir müssen vermeiden, jetzt in Euphorie zu verfallen” Dennoch: Auch Pesic weiß: „Die Entwicklung ist sehr positiv. Der Enthusiasmus ist auf einem sehr hohen Level.” Die AZ erklärt, was Svetislav Pesic schon bewirkt hat.


Das neue Selbstvertrauen:
„Er hat bei den Spielern die Handbremse gelöst”, sagt Marko Pesic. „Sie wissen: Der Trainer vertraut ihnen. Dabei dürfen sie sich in der Offensive auch mal einen Fehler erlauben, dieses Bewusstsein tut ihnen gut.” In der Verteidigung sieht der Coach das allerdings weniger locker: Da verlangt er, so weit wie möglich, Perfektion von seinen Spielern.


Das neue Wir-Gefühl: „Wenn man mit den Spielern spricht merkt man, dass sie verstanden haben: Wenn sie gewinnen wollen, dann geht das nur zusammen.”, sagt Pesic. Jüngst lud Pesic senior zu einer Bayern-Nachhilfestunde in die Erlebniswelt des Vereins. Und machte der ehemaligen Partytruppe zudem klar: Erfolg und ein schönes Leben schließen sich aus.


Die neuen Rollen: „Seine große Stärke ist: Dass er seine Art und Weise Basketball zu spielen mit den Charaktären einer Mannschaft kompatibel macht”, sagt Marko Pesic. Bei den Bayern heißt das bisher konkret: Weniger Verantwortung für den überforderten Jared Homan, mehr kreative Beteiligung für Yotam Halperin – und mehr Würfe für Jan Jagla und Robin Benzing.