Die Basketballer kooperieren in Zukunft mit dem Topklub Oklahoma City Thunder – eine US-Delegation besucht München, „Wir wollen von den Besten lernen“, sagt Marko Pesic.

MÜNCHEN Notiz genommen vom FC Bayern haben sie in der NBA, der immer noch besten Basketball-Liga der Welt, schon vor längerer Zeit: „Sie zeigen der Sport-Welt, wie man gewinnt und wie man dabei Profit macht“, hatte Liga-Boss David Stern im Januar bei „Spox“ erklärt. „Mich freut es, dass sich die Bayern mit ihrem Know-how jetzt im Basketball engagieren und dazu noch erfolgreich sind: Respekt!“ Nun rücken die US-Profiliga und die Münchner Weltmarke noch enger zusammen: Die Basketballer der Bayern werden in Zukunft mit dem NBA-Team Oklahoma City Thunder zusammenarbeiten.

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„Eine Delegation des Vereins besucht uns derzeit in München“, sagt Trainer Svetislav Pesic, „wir werden mit Oklahoma kooperieren. Sie waren erstaunt, was wir hier in kurzer Zeit schon erreicht haben.“ Die AZ beantwortet die wichtigsten Fragen zum interkontinentalen Basketball-Schulterschluss.

Wer ist Oklahoma City Thunder eigentlich? Das Team spielt seit 2008 in der Hauptstadt von Oklahoma, wurde 2012 Vizemeister. Der Superstar ist Kevin Durant, der jüngst einen Rekord von Legende Michael Jordan brach: 41 Spiele erzielte er 25 Punkte oder mehr. Oklahoma City hat sich als eines der besten Teams der Liga und als sportlich wie imagetechnisch sehr positive Marke etabliert. „Ihre Entwicklung ist atemberaubend“, sagt Sportdirektor Marko Pesic.

Wer besucht München? Die fünfköpfige Delegation aus Oklahoma wird vom General Manager Sam Presti angeführt. „Ich kenne ihn schon länger, es ist eine Ehre für uns, dass er hier ist“, sagt Sportdirektor Pesic.

Wie sieht das Programm aus? Am Montag kamen die NBA-Vertreter in München an. Dienstagmittag bis -nachmittag trafen sie sich an der Säbener Straße mit dem Führungspersonal von Fußball- und Basketballabteilung. Dienstagabend sahen sie das Training der Basketballer im Audi Dome. Für Mittwoch ist ein Besuch des Champions-League-Spiels der Bayern gegen Manchester United in der Arena vorgesehen. „Wir zeigen ihnen die Stadt und die Kultur. Sie sind sehr angenehme Gäste und überaus interessiert am Verein und an der Stadt“, sagt Pesic jr.. Donnerstag geht es zurück nach Oklahoma.

Und was sind die Themen der beiden Vereine? „Wir wollen uns weiterentwickeln und von den Besten lernen. Daher haben wir uns jetzt zu diesem ersten Gedanken- und Ideenaustausch in München verabredet“, sagt Marko Pesic. Es geht um das Kennenlernen. „Oklahoma befindet sich in einer relativ ähnlichen Situation wie wir, sie sind ein vergleichsweise junges Team.“ Zudem werden die USA als Markt für den FC Bayern immer wichtiger – seit dem 1. April betreibt der Verein auch ein Büro in Manhattan. Eine konkrete sportliche Zusammenarbeit wie etwa einen Austausch von Spielern schließt Pesic derweil erst einmal aus: „Über sportliche Belange haben wir überhaupt nicht gesprochen, ausschließlich über Business.“