Der nach mehr als sieben Jahren aus der Psychiatrie entlassene Gustl Mollath und seine Unterstützer kämpfen weiter für ein faires Wiederaufnahmeverfahren. Am Freitag übergab Mollath einen Ordner mit mehr als 57 000 Unterschriften, die Unterstützer für ihn gesammelt hatten, an die Staatskanzlei.

München – Die Unterzeichner fordern von den Verantwortlichen in Justiz und Politik, alles zu tun, um Mollath „ein juristisch faires Wiederaufnahmeverfahren zu gewährleisten“. Der Leiter der Rechtsabteilung der Staatskanzlei, Anton Hofmann, nahm den Ordner entgegen, und betonte, etwas anderes als ein faires Verfahren sei auch angesichts des enormen öffentlichen Interesses gar nicht möglich. Mollath selbst gab sich da etwas zurückhaltender. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagte er.