Die Stadt hat in den vergangenen Monaten viele neue Projekt umgesetzt: Zusätzliche Abstellplätze, neue Radlwege – und auch sechs Einbahnstraßen sind für Radler in der Gegenrichtung geöffnet

MÜNCHEN Radeln in München ist bisweilen sehr beschwerlich: Oft fehlt es am Platz auf der Straße oder an Abstellplätzen. Um die Situation für die ständig steigende Zahl an Radfahrern zu verbessern, hat die Stadt in den vergangenen Monaten viele Maßnahmen umgesetzt.

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Dazu gehören:

365 zusätzliche Fahrradstellplätze hat das Baureferat geschaffen. 100 alte Fahrradständer wurden gegen zeitgemäße Modelle ersetzt.

Mit neuen Radwegen wurde das System erweitert: In der Baumkirchner Straße wurde zwischen der Truderinger Straße und der Neumarkter Straße ein weiterer Teil des äußeren Radlrings fertiggestellt. Mit neuen Geh- und Radwegen in den Grünanlagen „Im Gefilde” und „Bichlhofweg Johanneskirchen” wurden Lücken in bestehenden Radrouten geschlossen. Das betrifft vor allem die in Ost-West-Richtung verlaufenden Routen zwischen Waldperlach und Neuperlach sowie zwischen Ringofenweg und Isabella-Braun-Weg im Verlauf der Nord-Süd-Hauptroute von Johanneskirchen in Richtung Unterföhring.

Aber reine Radlwege sind nicht mehr überall erwünscht. Immer mehr geht die Stadt dazu über, Radl und Autos nebeneinander fahren zu lassen: Weil man sich gegenseitig sieht, erhöhe das die Sicherheit. Deshalb werden auf der Fahrbahn so genannte Schutzstreifen aufgemalt. So markierte das Baureferat unter anderem neue Schutzstreifen und Radfahrstreifen in der Maximilianstraße, Von-der-Tann-Straße, in der Riemer Straße und in der Leonrodstraße.

Die Benutzungspflicht für Radwege ist mit dieser neuen Sichtweise der Stadt verbunden. Diese sieht vor: „Der Radverkehr soll überall dort, wo es sinnvoll und möglich ist, auf der Straße neben dem Autoverkehr mitfließen.” An 54 Radwegen wurde deshalb die Benutzungspflicht aufgehoben, so die Stadt. Zuletzt in der Siglstraße, Guntherstraße, Maria-Eich-Straße, Domagkstraße und Elsenheimerstraße.

Sechs Einbahnstraßen wurden vom Kreisverwaltungsreferat für Radler in der Gegenrichtung geöffnet: in der Konrad-Celtis-Straße, der Laimer Straße, der Nibelungenstraße sowie in der Peißenberg-, Eliland- und Keuslinstraße. Damit sind von den rund 700 Einbahnstraßen in München 291 für den gegenläufigen Radverkehr freigegeben.

Zwei neue Fahrradstraßen (in den die Fahrräder Vorrang haben) wurden ausgewiesen: in der Holledauer- und Donaustauferstraße. Somit gibt es in München nach Angaben der Stadt inzwischen 21 Fahrradstraßen. 

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