Europacup gegen Jerusalem Bissige Bayern-Basketballer: Der Gruppensieg im Visier

"Die Leistung der Mannschaft ist so, wie ich mir das vor der Saison gewünscht habe", sagte Hoeneß über Booker (Bild) und Co. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die FCB-Basketballer können Mittwochabend gegen Jerusalem den Gruppensieg im Eurocup klarmachen. "Unser oberstes Ziel ist die Meisterschaft", sagt Uli Hoeneß und kritisiert die Fiba: "Ein zahnloser Tiger."

Dass sie den Eurocup derart dominieren würden, hätten die Basketballer des FC Bayern wohl selbst nicht gedacht. Im achten Spiel könnte sie am Mittwoch (20:30 Uhr) gegen den israelischen Meister Hapoel Jerusalem den achten Sieg feiern. Und würden damit nicht nur ihre makellose Bilanz ausbauen, sondern auch schon als Gruppensieger feststehen. Für die Top16-Runde ist man ohnehin schon qualifiziert.

Neben Vladimir Lucic, der nach seinem Mittelfußbruch noch länger ausfällt, müssen die Bayern gegen Jerusalem auch auf Stefan Jovic verzichten. Der Spielmacher hat am Samstag gegen Ludwigsburg eine Fußverletzung erlitten und wird auch noch am Sonntag (15 Uhr) bei den Oettinger Rockets ausfallen. "Leider fehlt uns Jovic, nachdem er gerade seinen Platz als Leader und Kontinuität gefunden hatte", sagte FCBB-Coach Sasa Djordjevic: "Das brauchte es jetzt nicht, aber ich hoffe, dass es nicht lange dauert."

Mit ihrer beeindruckenden Vorrunde haben sich die Bayern längst in den Favoritenkreis auf den Titel gespielt, auch wenn Klub-Präsident Uli Hoeneß ausnahmsweise mal darum bemüht ist, die Erwartungen ein wenig zu bremsen. "Dass wir im Eurocup so gut dastehen, gefällt mir natürlich auch", sagte Hoeneß, "aber ich halte es wie beim Fußball: Unser oberstes Ziel ist die deutsche Meisterschaft." Und deren Gewinn hatte der 65-Jährige schon zu Beginn der Saison zur Pflicht erklärt.

"Mittelfristig wollen wir uns in der Euroleague etablieren", stellte Hoeneß aber erneut klar, dass das Ziel die höchste europäische Spielklasse ist. "Die Leistung der Mannschaft ist so, wie ich mir das vor der Saison gewünscht habe", sagte Hoeneß und kündigte an: "Wir wollen eine Mannschaft aufbauen, die mehrere Jahre zusammenspielt." Auch, um eine bessere Identifikation des Teams mit dem Verein zu gewährleisten.

Einer, der genau dafür stand war Maxi Kleber. Den Nationalspieler mussten die Bayern im Sommer allerdings zu den Dallas Mavericks abgeben. "Für mich als Manager ist das eine Katastrophe. Aber da habe ich lernen müssen, dass die NBA über allem schwebt", sagte Hoeneß. Schon im vergangenen Jahr hatten die Bayern Paul Zipser zu den Chigaco Bulls ziehen lassen müssen. "Trotzdem können wir stolz sein, dass wir schon zwei Spieler in der NBA haben, die da auch spielen."

Einige Entwicklungen der Sportart gefallen Hoeneß aber ganz und gar nicht. "Dass es zwischen Euroleague und Fiba (Basketballverband, d. Red.) keine gemeinsame Politik gibt, finde ich katastrophal", kritisierte er: "Es kann doch nicht sein, dass die Spieler von Verein A freigestellt werden und die von Verein B nicht." Bei der neu eingeführten Länderspielpause und den WM-Qualifikationsspielen war genau das kürzlich der Fall, die Euroleague spielte nämlich weiter. Hoeneß' Schlussfolgerung: "Für mich ist die Fiba ein zahnloser Tiger. Dieses Tohuwabohu, wie es aktuell vorherrscht, kann so nicht bleiben." Einen Vorschlag zur Verbesserung hat er auch. "Die Vereine sollten sich verbünden", sagte er: "Auch hier kann ich wieder auf den Fußball verweisen. Damals haben wir mit der G14 angefangen, heute gibt es die ECA, die die Uefa kontrolliert. Man darf sich als Verein nicht alles gefallen lassen. So etwas muss im Basketball auch kommen."

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