Eurocup-Gala und erste Niederlage Euphorie, Ernüchterung, Erleichterung bei Bayerns Basketballern

Auf Rekordkurs: Bayerns Nihad Djedovic (l.). Foto: Rauchensteiner/AK

Eine turbulente Woche liegt hinter Bayerns Basketballern. Djedovic egalisiert Taylors Rekord.

München - Die Gefühlswelt der Bayern-Basketballer wurde beim Mammutprogramm in der vergangenen Woche etwa so durcheinandergewirbelt wie bei einer Achterbahnfahrt auf der Wiesn. Euphorie nach der Eurocup-Gala bei Galatasaray Istanbul am Mittwoch (86:69), Ernüchterung nach der ersten Pflichtspielniederlage der Saison am Freitag gegen Würzburg (76:84) – und Erleichterung nach der prompten Wiedergutmachung keine 24 Stunden später gegen Oldenburg.

Mit dem souveränen 95:74 gegen den Vizemeister bleibt der FC Bayern dem ungeschlagenen Überraschungs-Tabellenführer Würzburg (10:0 Punkte), bei dem Nationalmannschafts-Kapitän und Ex-Bayern-Star Robin Benzing mit 17,6 Punkten pro Partie glänzt, auf den Fersen. Hinter Alba Berlin (10:2) stehen die Münchner auf Platz drei (8:2).

"Wir haben heute ernsthafter und organisierter gespielt, als wir es am Freitag getan haben", sagte Bayern-Trainer Sasa Djordjevic, der die Einstellung seines Teams nach der Würzburg-Pleite kritisiert hatte. "Die Ballbewegung war heute sehr gut, die Mannschaft war fokussiert und wusste, was sie wollte." Schon am Mittwoch (20.45 Uhr) geht es im Eurocup gegen Lietkabelis Panevezys aus Litauen weiter.

Nihad Djedovic auf Rekordjagd

Einer stand am Sonntag im Mittelpunkt: Nihad Djedovic. Der Bosnier ist seit dem Abgang von Kapitän Bryce Taylor nach Bamberg der dienstälteste Spieler im Kader der Bayern (seit 2013), der einzige verbliebene Meisterspieler von 2014, und, seit Sonntag, auch der erfolgreichste Werfer in der Bundesliga-Geschichte der Bayern-Basketballer. Mit seinen 16 Punkten gegen Oldenburg zog er mit Taylor gleich, beide haben nun 1.752 Zähler auf dem Konto.

In den nächsten Spielen wird der 28-Jährige den Taylor-Rekord aller Voraussicht nach brechen. "Würde ich das schaffen, würde mich das mit Stolz erfüllen", sagte er kürzlich der "Bild". "Aber ich jage diesen Titeln nicht wie Fußballer hinterher, die etwa Torschützenkönig werden wollen. Ich will lieber Titel mit dem Team holen, statt die meisten Punkte zu werfen."

Djedovic, der seit 2015 auch einen deutschen Pass hat, ist in München geboren, verbrachte hier die ersten sieben Jahre seines Lebens, bevor die Familie 1997 nach Bosnien zurückkehrte. 2013 dann der Wechsel zu Bayern.

"München ist meine zweite Heimat", sagt Djedovic, dessen Vertrag im Sommer 2018 ausläuft. Wie lange er noch hier bleiben möchte? "Das kann man nicht planen", sagte er der "Bild". "Ich spiele auf jeden Fall mit Liebe für diesen Verein" Bei Leistungen wie am Sonntag würden ihn die Fans sicher gerne länger im Bayern-Trikot sehen.

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