MÜNCHEN - Sie ist wieder zurück: Münchens Ess-Klasse! Im Januar geht es ins Restaurant Dukatz im Schäfflerhof. Dort serviert ein junger Koch exquisite Speisen zum kleinen Preis - aber nur für AZ-Leser.

Von der Feinkost-Bibel Gault Millau wird Johann Rappenglück schon hoch gepriesen - jetzt kocht der erst 28-Jährige für die Gäste von Münchens Ess-Klasse ein Fünf-Gänge-Menü. Im Restaurant Dukatz im Schäfflerhof startet am 15. Januar die erste Schlemmer-Kooperation von Abendzeitung und Rindchen's Weinkontor in diesem Jahr. Ein echter Gourmet-Knaller - und das für nur 59 Euro inklusive begleitender Weine.

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Rappenglück, der vorher bei Sternekoch Heinz Winkler in Aschau gelernt hat, hat im Dukatz von den Geschäftsführern Michel Dupuis und Johannes Zürrlein freie Hand bekommen- und möbelt das für seine Patisserie bekannte Restaurant jetzt auch für pikante Speisen ordentlich auf. Die Münchner Filiale von Rindchen's in der Zenettistrasse hat die passenden Weine zu seinem Menü ausgesucht - insgesamt ist jedes Gericht frisch und leicht. Genau richtig nach dem Festessen-Marathon um die Weihnachtstage.

Der Aperitif:

Riesling-Sekt Brut, Flaschengärung, Weingut Reh, Mosel: Dieser Tropfen macht Sie willenlos: Schnuppern Sie Aprikose, Jasmin, ein Hauch Zitrone und die große Rieslingfrische, schmecken Sie die runde, pralle Frucht mit Noten nach Brot und Pfirsich. Widerstand ist zwecklos!

1. Gang

Sashimi vomEntrcôte mit Chinakohl und asiatischen Aromen; dazu: 2009 Spätburgunder trocken, Blanc de Noirs, Weingut Peth-Wetz, Rheinhessen: Wie ein Sommerabend, diese Leichtigkeit, diese frischen Apfel- und Melonen-Aromen. Einfach köstlich, was Christian Peth da als Weißwein aus der roten Spätburgunder- Traube (nichts anderes heißt „Blanc de Noir“) geschaffen hat.

2. Gang

Gratinierte Jakobsmuscheln mit Haselnüssen; dazu: 2009 Weißburgunder Kellerei Kurtatsch, Südtirol: So wie dieser Weißburgunder wollen alle italienischen Weißweine schmecken. Er ist ein Prachtexemplar mit einladenden Aromen nach Blüten, Paranüssen, weißen Birnen und ein wenig Stein. Am Gaumen zeigt er sich voll, aber nicht zu füllig, mit einer angenehm milden Säure, viel Schmelz und einem schönen mandeligen Ausklang.

3. Gang

Poltinger Saibling mit Gartengurken, Meerrettich und geräuchertem Aal; dazu: 2008 Riesling Spätlese feinherb, „Projekt Goldberg“, Weingut Fuchs, Mosel: Schiefer, wohin die Nase auch riecht – so muss das sein bei einem klassischen Moselriesling, der seine Herkunft nicht verleugnet und sich nicht dem internationalen Massengeschmack anpasst. Mit seiner schlanken, rassigen und frischen Art macht er einfach Spaß.

4. Gang

Gebratene Brust von der Jungente mit Rosenkohl, Orangen-Kartoffelmousseline und Balsamicosauce; 2005 Lar de Sotomayor Reserva, Bodegas Domeco de Jarauta, Rioja, Spanien: Rubinfarben mit ziegelfarbenen Rand, komplexe Aromatik von bemerkenswerter Intensität. Wir finden Aromen roter und schwarzer, eingekochter Beeren wie schwarze Kirschen, Brombeeren und Preiselbeeren. Dazu einer lebhaftenWürze vonWaldbeeren. Leichte Toastnoten und ein langanhaltender Abgang, bei dem sich die Fruchtaromen mit einer angenehmen Vanillenote paaren.

5. Gang

Crème brûlée mit Tonkabohneneis; dazu: 2006 Château Puy-Servain „Terrement“, Haut-Montravel: Ein eleganter Botrytis- Ton, ein Honig-Duft, dem keiner widerstehen kann. Dazu ein feines Süße-Säure-Spiel – eine Goldmedaille beim Concours General Agricole in Paris ist da die logische Konsequenz. Und natürlich auch die Sorgenfalten bei den Sauternes-Winzern, die für gleiche Leistung erheblichmehr abbuchen. Warum eigentlich?

Wenn auch Sie das Fünf-Gänge-Menü im Zeitraum vom 15. Januar bis zum 12. Februar geniessen möchten, reservieren Sie Ihren Tisch im Dukatz (Maffeistrasse 3 a) unter Tel. 710 40 73 73 an. Bitte geben Sie das Stichwort "Ess-Klasse" an. Das Restaurant Dukatz im Schäfflerhof hat täglich von 18.30 bis 22.30 Uhr geöffnet.

Anne Kathrin Koophamel