Es geht nach Sendling Der Übergangs-Gasteig ist beschlossene Sache

So soll es aussehen, am Übergangs-Gasteig. Foto: Gasteig GmbH

Der Stadtrat hat ein Übergangsquartier für den Gasteig gefunden. VHS, Philharmoniker und Co. ziehen auf das Stadtwerke-Areal an der Hans-Preißinger-Straße.

Sendling - Es ist eine stolze Zahl: 90,4 Millionen Euro hat der Stadtrat gestern für den Übergangs-Gasteig an der Hans-Preißinger-Straße bereitgestellt.

Damit ist das Ausweichquartier beschlossene Sache. Wie berichtet, hatte die Stadt nach anfänglichen Protesten auch die aktuellen Nutzer des Areals, Künstler und Handwerker, von dem Plan überzeugt.

"Der Standort in Sendling ist viel mehr als ein Ausweichquartier", sagte der Geschäftsführer Max Wagner gestern. "Die Münchner können dort die Lebendigkeit und einzigartige Vielfalt des Gasteigs weiterhin in zentraler Lage genießen", sagte er. "Gemeinsam mit den bisherigen Nutzern gibt es eine neue Mischung, die viele Menschen begeistern wird." Kulturreferent Hans-Georg Küppers (SPD) sprach von einem "weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Gasteig-Sanierung".

Josef Schmid lobt "hervorragendes Konzept"

Von den 90,4 Millionen Euro entfallen allein etwa 30 Millionen auf den Bau eines Konzertsaals in Holzmodellbauweise. Neben den Philharmonikern sollen auch andere Einrichtungen wie die Volkshochschule, die Hochschule für Musik und Theater und ein großer Teil des Stadtbibliothek vorübergehend von Haidhausen nach Sendling ziehen.

Nach derzeitigen Planungen soll eine neue Halle an die künftig als Foyer und Eingangsbereich dienende alte Halle auf dem Gelände angebaut werden. Geplante Bauzeit: 2019 bis 2020, schon Ende 2020 könnte der Betrieb starten. Fünf Jahre Nutzung sind geplant, anschließend werden Wohnungen gebaut.

Bürgermeister Josef Schmid (CSU) lobte gestern das "hervorragende Konzept", das "sowohl die Interessen der Kulturstadt München als auch der Mieter vor Ort zusammenbringt".

SPD-Fraktionschef Alexander Reissl sagte, die Diskussionen zu dem Standort hätten sich "gelohnt". Reissl betonte, dass hier später Werkswohnungen der Stadtwerke entstehen sollen - und er sich auch nach den Gasteig-Jahren eine künstlerische Nutzung auf einem Teil des Areals wünscht.

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