Erst Rossmarkt dann Landtag Markus Söder: Das sagt er zum Koalitionsvertrag

Hier hält er schon die Zügel: Markus Söder auf dem Berchinger Rossmarkt. Foto: Armin Weigel/dpa

Prachtvoll geschmückte Pferde und dazu die Politik. Hauptredner ist heuer der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Berching - Bei winterlichen Bedingungen sind am Mittwoch mehr als 100 prachtvoll geschmückte Pferde beim Berchinger Rossmarkt präsentiert worden. Die Veranstalter rechneten mit bis zu 20.000 Besuchern bei dem traditionsreichen Fest. Hauptredner bei der politischen Kundgebung war der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Viele der Pferdehalter kommen seit Jahrzehnten ins oberpfälzische Berching, um voller Stolz ihre Rösser zu präsentieren. Der Rossmarkt geht auf eine jahrhundertealte Vorschrift zurück, die von Pferdebesitzern verlangte, ihre Tiere für Gesundheitsuntersuchungen vorzuführen. Heute werden allerdings keine Pferde mehr verkauft.

Mittlerweile ist der Rossmarkt auch wegen der politischen Kundgebungen mit hochrangigen Politikern - meist von der CSU - bekannt. Insbesondere die Reden von Franz Josef Strauß stießen auf großes Interesse. Der frühere bayerische Ministerpräsident war zwischen 1973 und 1984 fünfmal in Berching. 2017 zog Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit ihm gleich. 1998 kam gar der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU).

Söder zum Koalitionsvertrag

Wenig später war Markus Söder dann schon in München im Landtag und hat den schwarz-roten Koalitionsvertrag (hier alle Infos nachlesen) als Schritt nach vorne für Deutschland und für Bayern gelobt. "Das gute Signal ist, dass es jetzt eine Entscheidung gegeben hat, dass das tagelange Verhandeln zu Ende ist, dass Deutschland die Chance auf eine stabile Regierung bekommt", sagte er am Rande der Plenarsitzung. Die Details des Vertrages müsse man zwar noch genauer lesen, sagte Söder. Er hob aber Erfolge bei der Begrenzung der Zuwanderung, bei Steuersenkungen und neuen Investitionen hervor.

Söder begrüßte zudem, dass die CSU künftig das Bundesinnenministerium besetzen soll, nämlich mit Parteichef Horst Seehofer. Das sei eine gute Möglichkeit, "klare Kante" in der Rechtspolitik und der Inneren Sicherheit zu zeigen und das Profil entsprechend zu schärfen. Die CSU könne Schrittmacher in der Regierung für die innere Sicherheit sein. (Hier können Sie nachlesen, wer welches Ministerium übernehmen soll)

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will indes bleiben, was er ist: "Warum sollte sich das auch ändern? Ich habe mit Horst Seehofer immer eine sehr gute Zusammenarbeit gehabt. Das wird auch in Zukunft so sein", sagte Herrmann den "Nürnberger Nachrichten" (Donnerstag).

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