Erneute Kritik an Kassai Bayern-Boss Rummenigge: "Sind unverdient ausgeschieden"

, aktualisiert am 21.04.2017 - 15:33 Uhr
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ätzt weiter gegen Schiedsrichter Viktor Kassai. Foto: Thanassis Stavrakis/AP/dpa

Auch drei Tage nach dem bitteren Aus in der Champions League bleiben die Entscheidungen von Schiedsrichter Viktor Kassai Thema bei den Bayern. Boss Rummenigge übt weiter Kritik und findet deutliche Worte.

München - Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat seine Kritik an der Schiedsrichterleistung von Viktor Kassai (Ungarn) im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League bei Real Madrid (2:4 n.V.) bekräftigt. Die Entscheidungen des Schiedsrichterteams hätten den Ablauf des Spiels "dramatisch beeinflusst", schrieb Rummenigge im Vorwort des Stadion-Magazins zum Bundesliga-Heimspiel der Münchner am Samstag gegen Mainz 05.

Das Scheitern bei den Königlichen zähle "ohne Frage zu den ganz bitteren Erfahrungen: Weil wir ja nicht bloß unglücklich ausgeschieden sind, sondern auch unverdient. Das ist meine Meinung, und ich suche auch keine Ausreden", merkte der 61-Jährige an. Die Summe der Fehlentscheidungen "hat unsere Mannschaft schwer benachteiligt", betonte Rummenigge, der das Team von Trainer Carlo Ancelotti nochmals für "Charakter, Leidenschaft und Mut" lobte. Der FC Bayern habe sich "nie gebeugt, großartig gekämpft und ein fantastisches Spiel abgeliefert."

Ancelotti wies in der Pressekonferenz am Freitag darauf hin, dass auch die Gesamtumstände "unglücklich" gewesen seien. Die Verletzungen im Vorfeld des Viertelfinals etwa bei Robert Lewandowski oder Mats Hummels zählte er ebenso dazu wie die "großen Fehler des Schiedsrichters". Er habe zu Saisonbeginn bereits gesagt, ergänzte der Italiener, dass in der Königsklasse auf dem Weg zum Titel die kleinen Details entscheiden würden und diese Details hätten eben nicht den Ausschlag zu Gunsten des FC Bayern gegeben.

Rummenigge fordert Einführung des Videobeweises

Rummenigge hat sich auch noch einmal dafür ausgesprochen, dass der Videobeweis schnell auf internationaler Ebene eingeführt wird. "Man tut den Referees und dem Wettkampf keinen Gefallen: Alles entwickelt sich im Sport, alles wird professioneller, aber dem Fußball werden entscheidende Hilfsmittel verweigert?", erklärte der Bayern-Boss. "Es geht auch um zeitgemäßes Fairplay, und es muss endgültig Schluss gemacht werden mit dieser unsäglichen Diskussion. Lasst uns das Spiel seriöser und fairer machen."

JETZT LESEN

26 Kommentare