Bewohner in Sicherheit gebracht 33 Senioren vor Feuer in einem Altenheim gerettet

, aktualisiert am 22.12.2017 - 10:09 Uhr
In Hausschuhen steht diese Bewohnerin vor dem Altenheim, in dem sie wohnt. Foto: Patrizia Anderl

In Kleinhadern brennt ein Haus für Senioren – die Evakuierung ist schwierig. Die Bewohner sind nur schlecht zu Fuß.

Hadern - Es raucht heftig aus mehreren Fenstern des Seniorenwohnheims in der Konrad-Dreher-Straße, Scheiben sind geborsten, die Decken rußverschmiert. Das Feuer, das am Donnerstag gegen zehn Uhr in Kleinhadern ausgebrochen ist, konnte zwar recht schnell gelöscht werden. Doch für die Bewohner, viele von ihnen schlecht zu Fuß, war es ein Schock.

"Ich hab einen Knall gehört und danach einen zweiten", erzählt eine Bewohnerin der AZ. "Ich habe erst an ein Flugzeug gedacht, aber es war der Brand." Eine weitere berichtet: "Ich habe eine Explosion gehört." Dann hätte man an ihren Wohnungen Sturm geläutet. Wahrscheinlich, um sie zu warnen. Der Brand entstand in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss. Ein Flammenüberschlag führte dazu, dass sich das Feuer auch im dritten Obergeschoss ausbreitet.

70 Feuerwehrleute im Einsatz

Nachdem der Notruf eingegangen war, treffen um 9:56 Uhr die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr am Seniorenzentrum ein. Und merken schnell: Hier müssen mehr Kollegen unterstützen. Sie fordern Verstärkung an. Insgesamt 70 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr helfen mit. Sie evakuieren das Gebäude. Das ist schwierig, erzählt eine Bewohnerin: "Viele der Bewohner hören schlecht oder brauchen einen Rollator." Ihnen fällt es natürlich schwer, sich zu retten.

Die Feuerwehr kann jedoch alle 33 Anwohner in Sicherheit bringen. Anschließend löschen sie den Brand und belüften die Zimmer. Zum Zeitpunkt des Feuers befindet sich eine Person in der Brandwohnung, so wird es die Feuerwehr später berichten. Eine 75-jährige Frau wird mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Sie war laut Feuerwehr wahrscheinlich in der Brandwohnung im zweiten Stock. Drei weitere Verletzte werden direkt vor Ort vom Rettungsdienst versorgt und alle weiteren Bewohner im Großraumrettungswagen betreut.

Brandursache bisher unklar

Der entstandene Sachschaden ist nach Angaben der Feuerwehr zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar. Fest steht: Die Wohnung im zweiten Geschoss ist komplett ausgebrannt. Über die Brandursache ist bisher ebenfalls noch nichts bekannt. Sie wird derzeit polizeilich ermittelt. Wann die Anwohner des Senioren- und Servicezentrums wieder in ihre Wohnungen können, ist bis jetzt jedoch noch unklar.

Im Video sehen Sie die Bilder vom Brandschaden

 

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