Am Montag wurde der Erweiterungsbau der Pasing Arcaden eröffnet. Kurz davor wird aber noch kräftig gewerkelt - ein Rundgang in Bildern!

PASING Es riecht etwas chemisch auf der 15 Meter breiten Verbindungsbrücke zwischen den Pasinger Arcaden und seiner neuen Flaniermeile. Ein Reinigungsfahrzeug dreht seine Runden und wienert den hellen Boden. Über den schritt gestern kein geringerer als der ehemalige Bayern-Trainer Giovanni Trapattoni. „Wir haben fertig!“, sagte der Stargast am Abend auf der Eröffnungsfeier dann.

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Fertig war ein paar Stunden zuvor noch längst nicht alles. Die AZ war beim Putz-Endspurt dabei.

Eine Säge kreischt von irgendwoher durch die breiten Gänge. Die Putzfrauen stört’s nicht – sie konzentrieren sich auf die zahlreichen Glasfronten, gelackten Auslegetische und Vitrinen. Viele der 50 neuen Shops und elf Gastronomiebetriebe sind schon eingerichtet. Es fehlt nur noch der Feinschliff rund um die gigantische Glasrotunde im Herzen der Arcaden-Ergänzung.

Knapp 10 000 Quadratmeter ist die groß und wartet mit Highlights wie dem Food-Court auf. In der durchdesignten Schmankerl-Ecke stapeln sich zwar noch Kartons und Müllsäcke. Doch ab heute sollen sich Einkaufsgestresste hier auf den 280 Sitzplätzen niederlassen und mit Pizza, Sushi oder Burgern ihre Energiereserven auftanken können. Sogar eine Babystation mit Mikrowelle für den Babybrei gibt’s. 

„Überhaupt wird der Nachwuchs bei uns groß geschrieben“, sagt Lars Jähnichen, der Generalmanager der Arcaden. „Im Obergeschoss haben wir extra ein Kiddieland mit Karussell und einem kleinen Kino gebaut.“ Auch der Stillraum, ein paar Schritte weiter, sei eine Innovation. Mit Windeln, Babypuder und Feuchttücher ausstaffiert, wurde hier ein Raum für die Bedürfnisse der ganz Kleinen geschaffen.

FünfJahre hat der Bau gedauert. Akribisch wurde geplant und strukturiert – immer auf Nachhaltigkeit bedacht. So werden zum Beispiel 70 Prozent der Heiz- und Kühlarbeit über wiederverwertetes Grundwasser gespeist. Solaranlagen auf dem Dach unterstreichen das ökologisch-ökonomische Arcaden-Projekt. Dafür gab’s von der Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) sogar ein Vorzertifikat in Gold.

Auszeichnungswürdig ist auch das Informationssystem der Arcaden. Um die 20 elektronische Tafeln zeigen nicht nur Lagepläne der Shops an, sondern auch gleich eine Stauschau und den MVV-Plan. Und in der QR-Lounge können 30 auf die Wand gemalte Codes mit dem Handy abgescannt und so Infos über das Zentrum gelesen werden.

Entdeckungspotential hat die neue Flaniermeile auf jeden Fall – auch wenn noch nicht alles fertig ist.