NHL-Profis Blake Wheeler und Paul Stastny reisen am zurück zu ihren Clubs. EHC-Geschäftsführer Christian Winkler: „Es war uns eine große Ehre"

New York  – Im Arbeitskampf in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL samt Aussperrung der Spieler scheint nach Monaten eine Lösung gefunden. Wie die NHL am Sonntag vermeldete, erzielten die Clubchefs und die Spielergewerkschaft eine vorläufige Einigung. „Wir haben uns auf die Rahmenbedingungen verständigt“, sagte NHL-Chef Gary Bettman nach 16 Stunden intensiver Verhandlungen vor Reportern in New York. Mit dem Ende des Lockouts enden die Gastspiele vieler NHL-Stars in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

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Details der Vereinbarung und ein definitiver Vertrag müssten aber noch ausgearbeitet werden. Auch ein Datum für den Saisonstart stand zunächst nicht fest. Hauptstreitpunkt des Tarifstreits, durch den die Spieler seit Mitte September von ihren Vereinen ausgesperrt waren und dem bereits alle Spiele bis 14. Januar zum Opfer gefallen waren, war die Verteilung der Gesamt-Jahreseinnahmen von 3,3 Milliarden Dollar.

Die DEL steht nun wie andere europäische Ligen vor dem Verlust vieler Gast-Stars. Spieler wie Dennis Seidenberg, Marcel Goc (beide Adler Mannheim) oder Christian Ehrhoff (Krefeld Pinguine) waren während der Aussperrung für ihre Ex-Clubs aufgelaufen. Ihre Verträge enthielten aber Klauseln, wonach sie bei einer Einigung in der NHL sofort zu ihren nordamerikanischen Vereinen zurückkehren können.

Die seit November 2012 für den EHC Red Bull München unter Vertrag stehenden NHL-Profis Blake Wheeler und Paul Stastny reisen am Montag bzw. Dienstag zurück zu ihren jeweiligen Clubs. Bei der nächsten Partie des EHC am Dienstagabend gegen die Kölner Haie stehen beide Spieler dem Münchner DEL-Club nicht mehr zur Verfügung.

EHC-Geschäftsführer Christian Winkler: „Es war uns eine große Ehre, dass mit Blake Wheeler und Paul Stastny zwei außergewöhnliche Spieler mit Weltklasseformat unser Trikot getragen haben. Für deren exzellente Leistungen bedanken wir uns sehr herzlich. Beide haben unser Team enorm nach vorne gebracht. Dass der Lockout irgendwann zu Ende geht, war der sportlichen Leitung des EHC immer klar. Alles andere wäre ein zu großer Schaden für unsere wunderbare Sportart gewesen. Wir wünschen beiden Spielern das Allerbeste und den größtmöglichen Erfolg mit ihren Clubs in der NHL. Der EHC Red Bull München wird Blake Wheeler und Paul Stastny in großartiger Erinnerung behalten. Wir haben zu unserem Team vollstes Vertrauen und sind uns sicher, dass die Mannschaft durch Blake und Paul in einigen Dingen gewachsen ist.“