Einfach und effektiv Damit der Durchblick stimmt: Fünf Tipps zum Brillenschutz

Eine Brille ist zu teuer, um sie schlecht zu behandeln Foto: Romanets/Shutterstock.com

Eine gute Brille kann richtig ins Geld gehen. Umso wichtiger ist der richtige, schonende Umgang - schließlich ist sie für ihren Träger ein ständiger Begleiter. Bereits kleine Kratzer im Glas oder leichte Beschädigungen am Gestell können unfassbar nervig sein. Vorbeugung ist daher das A und O!

Mit neuen Brillen verhält es sich wie mit neuen Smartphones: In den ersten Wochen werden sie sinnbildlich auf Händen getragen, behutsam auf dem Tisch abgelegt und nach jeder Benutzung umgehend zurück in die Schutzhülle gepackt. Doch im Laufe der Zeit lässt die Vorsicht nach. Dellen, Kratzer und abgeplatzte Stellen sind die Folge. Während bei Smartphones der Großteil der Schäden durch Stürze zu Stande kommt, sind Brillen deutlich sensibler. Bereits die falsche Reinigung kann zum Problem werden. Mit einfachen Tricks kann die Lebensdauer der Brille verlängert werden.

Verschmutzungen auf den Gläsern sollten niemals mit T-Shirt, Schal oder sonstigen Kleidungsstücken entfernt werden. Die Gefahr ist groß, dass die Gläser dabei verkratzen. Optiker empfehlen stattdessen feuchte Reinigungstücher oder Mikrofasertücher. Für eine gründliche Reinigung genügen lauwarmes Wasser und etwas Spülmittel. Die meisten Brillengläser bestehen mittlerweile aus Kunststoff. In diesem Fall bietet es sich zusätzlich an, die Gläser mit einer Hartlackschicht versehen zu lassen. Diese spezielle Versiegelung erhöht die Widerstandsfähigkeit und ist vor allem bei dünnen Gläsern zu empfehlen.

2. Das richtige Etui

Ja, es ist wohl der banalste Tipp, aber auch einer der wichtigsten. Wer seine Brille nicht auf der Nase trägt, sollte sie immer in einem Etui verstauen. Umso härter die Schale, desto unwahrscheinlicher sind Kratzer oder weitreichendere Schäden. Auf Reisen empfiehlt sich das klassische - optisch meist wenig attraktive - Modell "Hartschale". Für den täglichen Gebrauch können auch "weiche" Etuis aus Filz oder Leder eine Alternative sein. Allerdings schützen diese oftmals nur vor Verschmutzung und nicht zuverlässig vor Stößen.

3. Die richtige Temperatur

Hitze ist so etwas wie der natürliche Feind der Kunststoffgläser. Ein Sauna-Besuch, das Armaturenbrett im Sommer, oder die heimische Heizung können der Brille gefährlich werden. Wärmequellen sollte sie daher nicht länger als nötig ausgesetzt werden. Sonst können Risse im Glas die Folge sein. Eine allgemeingültige Hitze-Grenze gibt es nicht, Optiker warnen allerdings ab 60 Grad Celsius vor Schäden. Große Temperaturschwankungen sollten ebenfalls vermieden werden. Vor allem in der kalten Jahreszeit kann sich das Gestell verformen, wenn der Träger von einem Spaziergang zurück in die aufgeheizte Wohnung kehrt.

5. Die richtige Versicherung

Es ist die Gretchenfrage unter Brillenträgern: versichern oder nicht? Denn auf die gesetzliche Krankenkasse können sich nur noch Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit extrem starker Sehbeeinträchtigung verlassen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, muss sich daher um eine Zusatzversicherung bemühen. Dabei lässt sich grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Modellen unterscheiden: Bei Modell eins wird wie gewohnt ein Vertrag abgeschlossen; im Schadensfall wird dann ein Teil oder die komplette Schadenssumme erstattet.

Mit Versicherungs-Modell zwei können sich Brillenträger unter Umständen sogar komplett die Anschaffungskosten sparen. So bietet zum Beispiel die Optiker-Kette Fielmann eine sogenannte "Nulltarif-Versicherung". Für 10 Euro (Einstärkengläser) beziehungsweise 50 Euro (Mehrstärkengläser) pro Jahr werden Gläser und Gestell nicht nur gegen Schäden und Dioptrien-Änderungen von mehr als 0,5 versichert, sondern werden auch noch kostenlos zur Verfügung gestellt. Aus der sogenannten "Nulltarif-Collection" können Kunden ihr Wunschmodell wählen - und nach zwei Jahren besteht Anspruch auf ein neues.

4. Der richtige Umgang

Damit es gar nicht erst zum Versicherungsfall kommt, behandeln Sie Ihre Brille pfleglich. Egal ob Alu, Kunststoff oder Titan - das Gestell einer jeden Brille besteht aus vielen Einzelteilen, die von kleinen Schrauben zusammengehalten werden. Diese Schrauben und Scharniere sollten möglichst sorgsam behandelt werden. Konkret bedeutet das, dass beim Absetzen der Brille beide Hände verwendet werden sollten. Bei leichten Verformungen oder Fehlstellungen sollte unbedingt ein Fachmann konsultiert werden. Niemals selbst versuchen, das Gestell in die richtige Form "zurückzubiegen". Dadurch wird der Schaden in den meisten Fällen nur noch größer.

JETZT LESEN

0 Kommentare

Kommentieren

  1. null