Hier erzählt Eishockey- Nationaltorhüter Jochen Reimer von seinem Wochenende: Der Sportler ist Steak-, Schnitzel- und Kinofan

Der Eishockeyspieler (27) kämpft derzeit mit dem EHC Red Bull München um den Einzug in die Playoffs der DEL.

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Wir spielen heute Abend in Ingolstadt und sind erst gegen halb zwölf zurück. Danach passiert nichts Großartiges mehr: heim und direkt ins Bett, weil am nächsten Tag schon wieder Training ist, mittags um viertel nach Zwölf.

Den Samstagnachmittag habe ich frei, da bleibt dann Zeit, sich ein bisschen vom Eishockey abzulenken. Zum Glück ist jetzt wieder Bundesliga. Ich gehe so oft wie möglich in die Allianz-Arena zum FC Bayern, mein Onkel hat Dauerkarten. Und wenn ich nicht im Stadion bin, schaue ich bei einem Kumpel in Schwabing vorbei, wir gucken uns dann die Live-Konferenz auf Sky an.

Ich bin ohnehin großer Sportfan, schaue mir wirklich alles an, Ski Alpin, den Felix Neureuther. Und Biathlonfan bin ich auch: die Miriam Gössner, die finde ich sehr gut, optisch wie sportlich.

Abends gehe ich sehr gerne zum Steakessen ins KVR (Kapitales vom Rind) in der Viktoriastraße. Da gibt es richtig gutes Fleisch. Oder wir gehen ins Kino. Im Team sind der Sören Sturm und der Christian Wichert große Kinogänger. Ich bin vor allem für Actionfilme zu haben, die kommen auf den großen Leinwänden einfach besser rüber. Ich mag die Comic-Verfilmungen von Marvel. Jetzt kommt bald „Iron Man 3“ raus, da freue ich mich drauf. Die beiden ersten Teile waren richtig gut.

Am Samstag gehe ich dann so zwischen zehn und elf Uhr abends ins Bett, wir spielen am Sonntag ja im Olympiaeisstadion gegen die Eisbären aus Berlin. Zum Einschlafen lese ich noch ein Buch, im Moment die Autobiographie von Josh Hamilton. Das ist ein amerikanischer Baseballspieler, der irgendwann als riesiges Talent galt, sich dann aber durch Alkohol und Drogen alles versaut hat. Mittlerweile hat er die Kurve gekriegt und spielt gerade bei meinem Lieblingsverein, den Los Angeles Angels.

Am Sonntag ist dann gegen zehn Uhr Teambesprechung. Davor gibt es ein gemütliches Frühstück beim Kistenpfennig, dem Bäcker in der Leopoldstraße. Der ist super, die haben so eine Art Frühstücksbuffet. Man kann sich reinhocken, Zeitung lesen und noch ein bisschen entspannen. Ich esse da immer Bircher Müsli und trinke einen Kaba dazu, das reicht mir meistens.

Oft ist beim Frühstücken der Ty Morris dabei, der auch bei uns spielt. Der wohnt eigentlich in Schongau, aber wenn wir spät heimkommen und am nächsten Tag Training haben, übernachtet er meistens bei mir.

Nach den Sonntagsspielen gehen der Martin Buchwieser, der Christian Wichert und ich oft was essen. Der Bachmaier in der Leopoldstraße ist da die erste Anlaufstation. Die haben ein Münchner Riesenschnitzel mit einem ganz hervorragenden Kartoffelsalat. Da gehen wir gern hin und lassen den Abend ausklingen.

Der Bachmaier hat auch eine schöne Bar.

Wenn keine Saison ist, darf man natürlich auch mal ein, zwei Bier trinken. Wir gehen ab und zu auch in die Champions Sportsbar im Marriott Hotel. Wir essen da was und schauen uns die Spiele an – die zeigen da alle NFL-Spiele. Die ganzen Amerikaner spinnen ja total mit ihrem American Football, auch die bei uns.

Während der Saison mache ich eher langsam und verbringe viel Zeit auf der Couch. Ich habe eine große DVD-Sammlung: viele Fernsehserien, auch bayerische wie „Monaco Franze“, „Lausbubengeschichten“ oder „Die Lümmel von der ersten Bank“.

Die Jungs wollen sich ab und zu was leihen. Aber Sachen in der Mannschaft verleihen, das klappt nicht immer. Meine Pappenheimer kenne ich schon – denen gebe ich nichts mehr.