Das Olympia-Eisstadion wird komplett renoviert – und in eine moderne Eishockey-Arena verwandelt. Luxus-Umkleidekabinen, neue Sitzschalen, teurer Videowürfel, großer VIP-Bereich – das sind die Pläne.

München - Eine neue Halle als Heimat für das Münchner Eishockey muss her, da sind sie alle d’accord. Red Bull und die Stadt München sind sich auch schon in den Grundsätzen einig, die neue Multifunktionsarena, die auf dem Gelände der jetzigen Eventarena entstehen soll, wird aber frühestens in drei, vier Jahren stehen. Bis dahin muss sich der EHC Red Bull München mit dem Olympia-Eisstadion begnügen.
Damit dort aber nicht die alte Tristesse herrscht, bekommt die Halle aus dem Jahre 1967 (!) ein umfassendes Facelifting, um das Stadion in eine (halbwegs) moderne Stierkampfarena für die roten Bullen zu verwandeln.
Die AZ stellt hier exklusiv die Neuerungen vor.

Der bisher minimalistische VIP-Bereich, der Platz für etwa 120 Leute bot, wurde mit Baumodulen als Stelzenanbau auf das Vierfache vergrößert. Die Gesamtfläche beträgt nun etwa 300 Quadratmeter.

Die Sitzbänke wurden im Stadion entfernt und werden durch neue Schalensitze ersetzt, die im EHC-blau (wie die Trikots) gehalten sind.

Eine Tunnel für die Spieler

Unter der Decke hängt bereits ein Videowürfel deluxe. Dieser – zusammen mit Lasern und modernster Projektionstechnologie – ist in der Lage, animierte Videobilder aufs Eis zu werfen. Entsprechend dem Videowürfel, der beim EC Red Bull Salzburg im Einsatz ist. Dort hat man etwa am 21. Dezember 2012, dem Tag des Weltuntergangs nach dem Maya-Kalender, eine rotierende Maya-Scheibe auf die gesamte Eisfläche projiziert. Untestützt wird das von einer ultramodernen Soundanlage.

Die Kabinen für die Spieler werden grundsaniert. Die bisherigen Spinde, die ein EHC-Fan gezimmert hatte, kommen raus, dafür gibt es (blaue) Einzelspinde für die Spieler, die NHL-Niveau entsprechen.

Die Bande wird fast ausschließlich mit den Red Bull Logi in den vier Himmelsrichtungen dekoriert sein.

Bei den Sponsoren bleibt FTI an Bord, nach AZ-Informationen ist der Deal mit Hacker-Pschorr als Biersponsor fix. Die bisherigen Kleingeldgeber erhielten einen Brief, in denen ihnen angeboten wurde, das Engagement auf den Hospitality-Bereich zu konzentrieren.

Zwischen den Türen für die Strafbänke ist ein weiteres Tor entstanden – hier werden die Spieler bei der Vorstellung der Teams durch einen Tunnel aufs Eis kommen – von Pyros und Stroboskop-Blitzen begleitet.