Die Roosters wollten das Spiel, das der EHC 4:2 gewann, wegen eines nicht gegebenen Tores annulieren lassen.

München - Endlich ein Dreier, endlich Punkte für den EHC Red Bull München. Doch das Team von Pat Cortina musste noch bis Mittwochmittag zittern, ob der Sieg am Dienstag gegen die Iserlohn Roosters auch wirklich amtlich ist. Die Iserlohn Roosters, die mit 2:4 untergegangen waren, hatten zwischenzeitlich bei der DEL einen Protest gegen die Wertung des Spiels eingelegt. Grund dafür: Im zweiten Drittel  - es stand 2:1 für Iserlohn - war Michael Wolf in der Schlussekunde auf EHC-Keeper Jochen Reimer zugerast. Der Münchner Torwart parierte den ersten Schuss, der Nachschuss aber landete im Netz. Doch zuvor war die Schlusssirene erklungen. Die Schiedsrichter diskutierten kurz darüber, ob der Puck noch während der Spielzeit oder erst danach die Linie überquert hatte, sie entschieden kein Tor. Das wollten die Iserlohner nachträglich nicht akzeptieren, sie reichten Protest bei der DEL ein.

Anzeige

Doch nach einem intensiven Videostudium, zogen die Roosters den Protest endgültig zurück. Der EHC hat die drei Punkte sicher. Iserlohn-Coach Doug Mason: "Für mich war die Szene eh nicht spielentscheidend. Der EHC war das bessere Team. Ich habe die Situation auch nicht klar genug gesehen, um etwas dazu zu sagen. Ich denke aber, dass die DEL Regelungen finden muss, damit solche Sachen gleich auf dem Eis eindeutig geklärt werden können."