Eduard Augustin beobachtet Paare – und freut sich, dass es über Männer und Frauen noch so viel zu erzählen gibt.

Anzeige

 

Ach, sieh an. Da sagt also eine neue Studie, Frauen hätten Männer ganz besonders gern, wenn sie gut aussehend, groß gewachsen und reich sind. Wie überraschend. Ein Mann wie der Dortmunder Fußballprofi Mats Hummels müsste sich demnach keine Sorgen machen: Er misst überragende 1,91 Meter, er hat ein Jahresgehalt, welches das anderer Männer locker übersteigt und ja – er ist ein junger Mann von ziemlich gelungenem Äußerem.

Jetzt aber hat der Mats etwas getan, was seine Chancen in den Keller sinken lassen könnte. Es gibt da nämlich eine neue Fernsehwerbung, und die geht so: Hummels bei der Arbeit. Er wälzt sich auf dem Rasen und fasst sich, wie es nach Fouls üblich ist, an den Kopf. Aus dem Off sorgt sich ein Kommentator: „Was ist los?“, sagt er: „Hummels kratzt sich am Kopf. Schlecht für die Heimmannschaft.“

„Heimmannschaft“ klingt hölzern – geht aber nicht anders, denn damit nicht ein ganzer Fußballklub mitverdient, spielt die Werbefigur Hummels in einem anonymen Team mit anonymen Trikots gegen anonyme Gegner. Weiter geht’s: Betreuer sprinten aufs Feld. Nur wird nicht behandelt, nein, es wird shampooniert! Hummels leidet unter ... ja, Schuppen. Das Produkt, ein Shampoo, wird eingeblendet. Es endet noch schlimmer: Als Hummels wieder ins Bild kommt, ist er sogar frisch geföhnt.

Ach, herrje. Man kann nur darüber spekulieren, wie es dazu kommen konnte, Geld könnte im Spiel gewesen sein, sicher ist nur: Die Frauen aus der Studie hat der Kicker enttäuscht. Die wollen große Reiche – aber keine Geföhnten.