Durchwachsene Leistung Bayern-Basketballer im Eurocup weiter ungeschlagen

Bayern-Spieler Nihad Djedovic brachte es auf 14 Punkte. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die Basketballer des FC Bayern bleiben im Eurocup ungeschlagen. Der Bundesligist behauptete sich am siebten Vorrundenspieltag mit 88:87 beim litauischen Vizemeister Lietkabelis Panevezys.

München - Trotz einer durchwachsenen Leistung hat Bundesliga-Tabellenführer FC Bayern auch am siebten Eurocup-Spieltag die Oberhand behalten steht mit einer makellosen Bilanz an der Spitze der Gruppe B. Die Bayern hatten den Einzug in die Top-16-Runde schon vor dem Spiel perfekt gemacht.

Nach dem knappen 88:87 (33:34) beim litauischen Vizemeister Lietkabelis Panevezys fehlt den Münchnern nur noch ein weiterer Erfolg zum Gruppensieg. Für den FCBB war es der 14. Pflichtspielsieg hintereinander. Die Viertel aus Sicht der Gäste: 20:19, 13:15, 25:23, 30:30.

Die Bayern begannen erneut mit Jovic, Cunningham, Macvan, Redding und Booker. Jovics per Dunking abgeschlossener Schnellangriff zum 7:6 (5.) war immerhin ein erstes Ausrufezeichen in einem zähen Duell, Cunninghams Block unmittelbar danach gegen Cepukaitis das nächste.

Als der in Jena angeschlagene Barthel fünf Punkte in Serie zum 17:14 (8.) erzielte, waren zudem die Zweifel an der Fitness des Nationalspielers endgültig perdu. Nach den ersten zehn Minute führten die Gäste 20:19. Der Münchner Auftritt war verhalten (nur sieben Assists in der ersten Hälfte) und fehlerhaft, die Wurfquote sank.

Kings Dreier zum 23:24 (12.) blieb fast vier Minuten der einzige Korb. Beim 29:31 (18.) nahm Cheftrainer Sasa Djordjevic die nächste Auszeit, erfreut wirkte er nicht.

Djordjevic: "Wir waren insgesamt sehr unkonzentriert"

"Um es knapp mit Svetislav Pesic zu sagen: Es ist besser, wenn du gewinnst. Wir haben heute leider nicht sehr clever gespielt, zu viele bei uns hatten zu Beginn die Offensive im Blick und haben darüber unsere defensiven Regeln vergessen. Ich weiß nicht, ob das an unserer langen Serie liegt, dass da manch einer zu sorglos wird. Wir waren insgesamt sehr unkonzentriert. Wir müssen unbedingt an den Punkt zurückkehren, wo die Defensive das Wichtigste ist", sagte Djordjevic.

Die Gastgeber um den Distanzschützen Juskevicius (21 Punkte) nahmen zahlreiche Dreier – von 19 Versuchen bis zur Pause fanden nur fünf das Ziel. Mit der Sirene holte aber Darjus Lavrinovic die Halbzeitführung zum 34:33. Nach 60 Sekunden im zweiten Abschnitt hieß es 33:38, Macvans erster Dreier im sechsten Anlauf verkürzte. Ein Signal? Jedenfalls ließ Booker gleich den nächsten folgen zur 39:38-Führung (23.).

Macvan fand nun Gefallen an diesem gewöhnungsbedürftigen Abend, er versenkte zwei weitere Distanzwürfe – 45:43 (25.). Es ging nun wild hin und her, bis die Bayern per 7:0-Lauf auf 58:54 erhöhten (29.). So überschaubar das Niveau war, so spannend ging es beim Score zu.

King: "Eines unserer schlechtesten Spiele der Saison"

Durch zwei Juskevicius-Dreier zum 70:66 (34.) war Lietkabelis wieder obenauf – nach einem Dreipunkte-Spiel von Redding und vier Djedovic-Freiwürfen hieß es plötzlich 77:70 für die Bayern (35.). Dieses 11:0 war aber immer noch nicht der entscheidende Vorstoß: 58 Sekunden vor Schluss rückten die Gastgeber auf 80:81 heran.

An der Linie schafften die Litauer dann acht Sekunden vor dem Ende sogar den Ausgleich zum 87:87, Reddings Offensivaktion davor war überhastet. Es war dann Hobbs, der mit seinem zweiten Freiwurf drei Sekunden vor Schluss den siebten Sieg im siebten Spiel sicherstellte.

Alex King gab ehrlich zu: "Wir hätten das Spiel am Ende fast noch aus der Hand gegeben. Das war sicherlich eines unserer schlechtesten Spiele der Saison. Wir haben einfach viel zu viele Fehler gemacht und auch schlecht verteidigt, wir haben ihnen sehr viele offene Würfe gegeben."

Für den FC Bayern Basketball spielten: Braydon Hobbs (6/5 Assists), Alex King (5), Jared Cunningham (6), Milan Macvan (19/6 Rebounds), Nihad Djedovic (14), Reggie Redding (9/6 Rebounds), Stefan Jovic (4), Danilo Barthel (11), Anton Gavel, Devin Booker (7), Maik Zirbes (7).

Bereits am Samstag (9. Dezember, 18 Uhr) folgt für den FCBB das nächste BBL-Topspiel gegen den drittplatzierten Verfolger Ludwigsburg.

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