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Du bist, was du fährst Typologie: Welcher Radl-Typ sind Sie?

Fix, verträumt oder chronisch hinüber? Welches Radl passt am besten zu Ihnen? Foto: dpa/Imago

Welches Radl passt zu Ihnen? Oder andersrum: Zu welchem Radl passen Sie? Aber ehrlich zu sich müssen Sie schon sein - hier können Sie es testen!

Wer keinen Hund hat, der wähnt sich gern in Sicherheit: "Wie der Herr, so’s Gscherr", das kann schließlich niemand sagen, wenn es nun einmal kein Gscherr gibt, das mit ähnlich eingedrückter Nase, stolzierendem Schritt oder nervösem Augenzucken neben dem Menschen daherläuft und ihn so um eine Ecke entlarven kann. Aber leider: zu früh gefreut. Denn viel entlarvender als der shampoowerbungshaarige Setter bei Fuß ist: das Fahrrad.

Am Montag ist es genau 200 Jahre her, dass der badische Technikpionier Karl Drais in Mannheim seine historische Erstfahrt auf dem Vorläufer des Fahrrads unternahm. Und da können wir ja mal ehrlich zu uns sein: Längst sind der Mensch und sein Drahtesel zu einer stilistischen Einheit geworden, in der man viel übereinander aussagt.

Also: Schauen Sie heute doch sich und Ihr Gefährt mal genau an. Eine Typologie.

Das Verträumte


Foto: imago

Was sagt es? "Ich finde, wir sollten alle positiver sein und immer Blumen tragen. Aus Plastik geht auch."
Wer sitzt drauf? Jenni. Becki. Oder Vroni. Auf jeden Fall: geisteswissenschaftlich studiert und überzeugt davon, dass am Ende alles gut wird – sonst war’s nicht das Ende. Vielleicht dabei im Korb: Minihund Hektor, neben Kokoswasser in der Dose und einer Yogamatte.

Das Wahnsinnige


Foto: dpa

Was sagt es? "Auf Hüfthöhe durch den Straßenverkehr brausen? Los geht’s!"
Wer sitzt drauf? Ein Mensch mit einem vierstelligen Radl-Budget, der recherchiert hat, dass diese Art des Fahrens für Handgelenke, Arme, Nacken und Rücken (und auch die Prostata) besser sein soll, als aufrechtes. Außerdem sehr wahrscheinlich: mit großer Spott-Resistenz.

Das Gehetzte


Foto: dpa

Was sagt es? "Bremsen? Brauchen wir nicht! Ach so, müssen wir aber? Na gut, dann aber wenigstens keine Gangschaltung. Dafür hat doch eh keiner Zeit."
Wer sitzt drauf? Anfangs: Fahrradkurier oder jemand, der das Rad vor allem fuhr, um es vor einem Café zu parken. Inzwischen: ein Minimalist oder Design-Fan.

Das Entspannte


Foto: dpa

Was sagt es? "Von A nach B kommen? Kein Problem. Läuft. Hihi, ich hab ,läuft’ gesagt, aber eigentlich müsste es ja ,fährt’ heißen..."
Wer sitzt drauf? Ein Genießer, der niemals einen Fahrradcomputer an den Lenker basteln würde, was sowieso wahrscheinlich gar nicht ginge, weil der Lenker des (statistisch sehr wahrscheinlichen Holland-)Rades eh zu dick ist für solchen Schnickschnack und das kleine Teil recht sicher drei Mal so teuer wäre wie das Fahrrad selbst. Ein Mensch, der regelmäßig sagt: "Wenn mein Rad geklaut wird, kaufe ich einfach ein neues" – und das auch so meint. Und der im Zweifel auch mit einer Rücktrittbremse klarkommt.

Der Moped-Ersatz


Foto: dpa

Was sagt es? "Oh, da war ein Schlagloch? Oh, da war eine Bordsteinkante? Oh, da war ein Frosch? Oh, da war ein Findling?"
Wer sitzt drauf? Der sportfanatischste und naturliebendste Mensch der Stadt – mindestens. Anstatt sich ein Moped zu kaufen, investiert er viel Geld lieber in ein Mountainbike mit dicken Reifen. Vielleicht auch, weil er als Grauerbüroschlips-Typ damit endlich mal auffällt. Aber Häme werden ihn nicht treffen – statt zu fahren, schwebt er auf dem Teil.

Das von sich selbst Besoffene


Foto: ho

Was sagt es? "Es scheint in Deutschland einen dramatischen Überschuss an Holzkisten zu geben. Da kann ich aushelfen, man reiche mir eine – gern mit einem Hinweis darauf, dass ich deutschen Wein schätze!"
Wer sitzt drauf? Ein Mensch, der als Kind als Erster der gesamten Schulklasse einen Game-Boy hatte, später ein Kickboard und viel später mindestens acht Gin-Sorten daheim. Ein Pragmatiker – in die Kiste geht ja so viel rein! Allerdings ein selbstzentrierter, der noch nie versucht hat, sein Fahrrad neben so einem im Schuppen zu parken.

Das mit Fernweh


Foto: dpa

Was sagt es? "Es ist schon 5.30 Uhr und die Umgebung hat sich immer noch nicht verändert! Wieso ist hier alles so flach? Warum höre ich noch kein Kies-Knirschen? WANN? GEHT’S? LOS?"
Wer sitzt drauf? In der Stadt: ein Angeber – oder Bergsehnsüchtler. Am Berg: ein durchgeschwitzter Ex-Angeber – oder ein Bergsehnsüchtler, der nun zufrieden durch die Landschaft braust.

Das chronisch Kaputte


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Was sagt es? "Ich würd mich ja bewegen, aber du siehst selbst: Geht nicht."
Wer sitzt drauf? Dieser eine Freund, der auch seinen Schreibtischstuhl seit sechs Monaten nicht zusammengebaut hat und stattdessen auf dem Paket sitzt, in dem er geliefert wurde. "Müsste das wirklich endlich mal in Angriff nehmen...", sagt er. Wir wissen’s alle besser.

Das Extremindividualistische


Foto: dpa

Was sagt es? "Dir sind die superspeziellen Radl aus ökologisch angebauten Bambusstangen noch nicht individualistisch genug? Hol’ deinen Hut!"
Wer sitzt drauf? Ein Retro-Fan, der auch auf die Akustik von Schallplatten und die Schönheit von Kuckucksuhren schwört. Zwingend: auch ein Balance-Künstler.

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