Dritte Spur hilft nicht Kapitulation? Stau auf dem Isarring wird nicht weniger

Seit dem Ausbau des Isarrings auf drei Spuren stehen Autofahrer deutlich mehr im Stau. Foto: Sven Hoppe/dpa

Eine dritte Fahrspur soll das Verkehrsaufkommen auf dem Isarring besser verteilen und somit weniger Staus produzieren. Die Stadtbaurätin gibt auf Anfrage zu: Stau lässt sich am Isarring nicht mehr vermeiden.

München - Mit der rund einen Kilometer langen Einfädelspur sollten alle Probleme behoben oder zumindest eingedämmt sein. Seit Mitte Oktober ist die dritte Spur in Betrieb, doch da fing der Stress erst richtig an. Denn seitdem ziehen sich die Staus zu den Stoßzeiten über mehrere Kilometer, insbesondere auf der Ifflandstraße und der Kennedybrücke. 

Die CSU-Stadträte Richard Quaas und Johann Sauerer stellten hierzu eine Anfrage bei der Stadt. Die Antwort: Der Stau lässt sich nicht vermeiden. Auch der Stadt sei das erhöhte Verkehrsaufkommen aufgefallen, in den Bereichen Isarring/Kennedybrücke und Isarring/Einfahrt Biedersteiner Tunnel hätte der Verkehr um 15 bis 20 Prozent zugenommen.

Der Stau wird weiterhin bestehen

In Zahlen bedeutet das: Vor der Inbetriebnahme der dritten Fahrspur waren pro Stunde rund 3.000 Fahrzeuge unterwegs, seitdem die Einfädelspur befahrbar ist, sind es 3.500 Fahrzeuge.

Eine Lösung von Seiten der Stadt? Nicht absehbar. "Die Leistungsfähigkeit ist bei dem derzeitigen Durchsatz von 3500 Fahrzeugen pro Stunde bei zwei Spuren im Bereich von Zu- und Abfahrten erreicht. Diese Verkehrsmenge ist nicht mehr ohne zähfließenden Verkehr bzw. Staus abzuwickeln", heißt es von der Stadt.

Die Begründung der Stadtbaurätin: Werden die Straßen ausgebaut, nimmt auch der Verkehr zu. "Jede Verbesserung der Infrastruktur in diesem Bereich generiert eine weitere Verkehrszunahme und führt zu möglichen Problemen an anderer Stelle."

Autofahrer müssen sich also weiterhin auf Staus einstellen.

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