Dreister geht's kaum Sanitärfirma soll Bad reparieren - und bestiehlt 89-Jährige

Dreist und auch ein bißchen dumm: Handwerker beklauten eine 89-Jährige - und ließen sich erwischen. (Symbolbild) Foto: Ole Spata/dpa

Eine Frau beauftragt eine Sanitärfirma, im Bad ihrer Tante etwas zu reparieren. Die drei Handwerker räumten dann gleich noch die halbe Wohnung aus. Beute: ein Wert von mehreren Zehntausend Euro.

Ludwigsfeld - Dreister geht es kaum. Und in diesem Fall waren es nicht, wie so oft, Trickbetrüger, die sich als Handwerker ausgaben. Sondern echte. Arbeiter einer eingetragenen, deutschen Sanitärfirma, die die Wohnung einer 89-Jährigen plünderten.

Weil die Frau kürzlich in ein Pflegeheim gezogen war, kümmerte sich deren Nichte um die Auflösung der nun verwaisten Wohnung. Die Frau beautragte zunächst die Sanitärfirma damit, in der vergangenen Woche einige Arbeiten im Sanitärbereich durchzuführen. Das berichtet die Polizei.

Im Anschluss daran wollte die 37-Jährige die verbliebenen Wertgegenstände aus der Wohnung holen - bevor eine weitere Firma zum Entrümpeln kommen sollte.

Wohnung war völlig verwüstet

Als die Nichte der Wohnungsbesitzerin jedoch am vergangenen Mittwoch - die Handwerker hatten darin seit Dienstagmittag gearbeitet - die Wohnung betrat, traute sie ihren Augen kaum: Die halbe Wohnung war ausgeräumt und vollkommen verwüstet. Die Frau verständigte die Polizei. Dann kam einer der Arbeiter nochmal zurück.

Den Ermittlungen zufolge hatten tatsächlich die drei Arbeiter der Sanitärfirma die Sachen geklaut. Wert: mehrere Zehntausend Euro. Die 36, 37 und 58 Jahre alten Männer hatten nicht nur die Wohnung durchsucht, sondern auch Keller- und Lagerräume. Die Polizei nahm sie vorläufig fest.

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