Dreiste Masche Betrügerische Bettelmönche: Schon 63 Anzeigen

Solche falschen Mönche sind derzeit in der Innenstadt unterwegs. Foto: dpa/job/AZ-Montage

Falsche Bettelmönche, die um Almosen bitten, sind immer häufiger in der Münchner Innenstadt unterwegs.

München - In ihren Kutten wirken sie zunächst vertrauenswürdig – doch in Wahrheit handelt es sich bei den Männern in den erdbraunen Gewändern wohl nicht um Anhänger buddistischer oder hinduistischer Orden (AZ berichtete). Die sogenannten falschen Bettelmönche bitten Passanten um Almosen für ihr Kloster. Wer dann eine kleine Spende gibt, der bekommt im Gegenzug eine Kette mit Holzperlen oder ein kleine, goldene Plakette.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 41 Delikte angezeigt, die Bettelmönche begangen haben sollen. 2017 sind es bis jetzt schon 63 Fälle – ein deutlicher Anstieg also, sagt Polizeisprecher Werner Kraus. "Bettelmönche kommen immer in kleineren, wechselnden Personengruppen nach München und treten über einen bestimmten Zeitraum in Erscheinung", fügt er hinzu. Alle bisher überprüften Mönche stammen aus der Provinz Zhejiang im Südosten Chinas. Sie sprechen nur wenige Brocken Englisch.

Im Zeitraum März bis Juni 2017 wurden bisher durchgängig Bettelmönche angetroffen, etliche wurden angezeigt. Es handelt sich dabei um rund zwölf Personen, die sich in München aufhielten, so der Polizeisprecher. In der Fußgängerzone, in der Betteln verboten ist, sitzen die Männer oft auf dem Boden und geben vor, zu beten. Für die Polizei ist es schwierig, zwischen Betteln und Beten zu unterscheiden. Eine Gefahr gehe laut Polizei von den falschen Mönchen aber nicht aus.

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