Neun Stunden nach der Veröffentlichung der Fahndungsbilder ging ein Anruf bei der Polizei ein. Ein Zeuge hatte den Mann gesehen. Die Beamten nahmen den Mann bei seiner Arbeit fest.

München - Knapp neun Stunden nachdem die Fahndung mit Bildern eines einer Körperverletzung Verdächtigen angelaufen war, meldete sich am Abend des 22. Oktober telefonisch ein Zeuge. Er gab an, den Gesuchten aufgrund der veröffentlichten Bilder im Internet zweifelsfrei zu erkennen.

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Der Mann soll einen Schaffner an der Donnersberger Brücke brutal ins Gleis geschubst haben. Der BOB-Zugbegleiter schob den Schwarzfahrer hinaus. Auf dem Bahnsteig am Gleis 2 am hintersten Ende der BOB kamen sie ins Gerangel. Dabei spuckte der ganz in Hellgrau gekleidete Mann dem Kontrolleur ins Gesicht und kippte ihm Bier aus einer Flasche über den Kopf. Der Zugbegleiter schubste den Schwarzfahrer weg – dabei fiel ihm das Diensthandy aus der Tasche. Als er sich bückte, um es aufzuheben, stieß ihn der Mann ins Gleis. Der Zugführer brach sich den Knöchel und „schrie vor Schmerzen“, so Bundespolizei-Sprecher Wolfgang Hauner. Hier hatte die AZ darüber berichtet.

"Als die Ermittler der Bundespolizei am Morgen (23. Oktober) an der Arbeitsstätte des Tatverdächtigen in der Nähe des Tegernsee auftauchten, gab es bereits weitere Hinweise auf die vermeintliche Identität des Gesuchten", berichtet die Polizei.

Gegenüber der Bundespolizei räumte der Festgenommene die Tat sofort vollumfänglich ein. Zum Motiv können zum gegenwärtigen frühen Ermittlungsstadium noch keine Angaben gemacht werden. Der Festgenommene wird morgen (24. Oktober) dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

 

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