Django Asül, Komiker und Kabarettist, kommentiert eigentlich einmal wöchentlich das Geschehen beim FC Bayern. Heute allerdings schreibt Django über die Marketingstrategie des TSV 1860 München.

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Der TSV 1860 ist in Sachen Öffentlichkeitsarbeit und Vermarktung schon immer weit vor dem FC Bayern. Und jedes Mal, wenn die Bayern wieder einen Sprung nach vorne zu machen scheinen, brillieren die Löwen mit einer völlig neuen Marketingidee.

Die Investoren aus tausend und einer Nacht sind eben nicht nur Geldgeber, sondern auch einfühlsame Humanisten. Bei dem Vorhaben, mehr Frauen ins Stadion zu locken, sind sie allerdings eine eigene Liga. Die Marketingstrategen der 60er haben nämlich eines begriffen: Wenn eine Frau in ein Fußballstadion geht, will sie mit Fußball nichts zu tun haben. Dementsprechend bietet man jetzt besonders günstige Stehplatzkarten für Damen an, Stückpreis 200 Euro. Im Preis inbegriffen aber Schampus ohne Ende und Handmassagen. Noch nicht ganz klar ist, ob die Hände der Damen massiert werden sollen oder ob es Hände sind, die die Damen massieren.

Die Idee sorgt für viel Furore. So wollen zum Beispiel jetzt Handballbundesligisten analog dazu Fußmassagen für weibliche Zuschauer anbieten. Bei welcher Sportart Kopfmassagen Sinn machen, wurde noch nicht vollends eruiert.

Dass Ganzkörpermassagen nur beim Zehnkampf angebracht sind, liegt auf der Hand.