Die Zeit nach dem Arbeitsleben Rente: Was tun mit der neugewonnen Freiheit?

Was tun nach dem Arbeitsleben? Rentnern bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, die neugewonnene Freiheit zu nutzen und dem Leben so eine neue Richtung zu geben. Foto: dpa

Manche können es kaum abwarten, andere hingegen wollen lieber gar nicht daran denken: der Einstieg in die Rente. Zu Arbeitszeiten noch sehnsüchtig herbeigesehnt, wird die neu gewonnene freie Zeit nun für viele Menschen zu einem großen Problem. Doch der Ausstieg aus dem Arbeitsleben bedeutet nicht, dass nun Langeweile und Trübsal den Alltag bestimmen müssen. Stattdessen gilt es, die Zeit sinnvoll zu gestalten und so dem Leben eine neue Richtung zu geben.

Am Anfang der Rente stellt sich wohl jeder die Frage, was er mit der frei gewordenen Zeit anstellen soll. Nicht selten bedarf es mehrerer Wochen oder auch Monate, bis man sich an den neuen Alltagsrhythmus gewöhnt hat. Auch fällt dies manchen leichter als anderen. Insbesondere Menschen, die sehr gerne ihrer Arbeit nachgegangen sind, haben anfangs oft Probleme damit, die neue Situation anzunehmen. Damit Niedergeschlagenheit und negative Gedanken nicht zum Dauerzustand werden, sollte möglichst schnell ein neuer Zeitvertreib gefunden werden. Doch wie könnte dieser aussehen?

Sportlicher Ausgleich

Wer schon immer gerne mehr Sport machen wollte, dies jedoch aufgrund des Zeitmangels nicht konnte, darf sich im höheren Alter auf ein breites Angebotsspektrum freuen. Ob Yoga, Nordic-Walking, Aquagymnastik, Rad-Touren oder Ballsportarten – hier ist für jeden etwas dabei. Darüber hinaus bleibt es jedem freigestellt, in der Gruppe, mit Freunden oder doch lieber alleine zu trainieren. Sportliche Betätigung macht nicht nur Spaß und gute Laune, sondern trägt auch wesentlich zum Erhalt der Gesundheit bei und hilft Krankheiten vorzubeugen.

Einmal um die Welt

Zwar muss es nicht gleich die Weltreise sein, doch sicher ist: Reisen hält fit. Warum also die freie Zeit nicht einfach nutzen, um neue Orte und fremde Kulturen zu entdecken? Spezielle Seniorenreisen oder auch organisierte Gruppenreisen bieten viel Komfort und überzeugen durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wen es eher raus aufs Meer treibt, der kann auf einer Kreuzfahrt auch so einiges entdecken. Von den eisigen Weiten des Nordens bis in die Gewässer des Indischen Ozeans kommen Schifffahrtsbegeisterte voll auf ihre Kosten.

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Ungeahnte Talente

Malen, Stricken, Kochen oder auch Singen sind Dinge, die viele Menschen ganz gerne meiden. Sei es aus mangelndem Interesse oder aus der Annahme, „talentfrei“ zu sein. Doch wer sich traut, ist nicht selten erstaunt, was für ungeahnte Talente in ihm schlummern. Kochkurse bieten beispielsweise die ideale Gelegenheit, Neues zu lernen oder auch altes Wissen wieder aufzufrischen. Daneben kann auch die künstlerische Ader bei einem Malkurs zum Vorschein kommen. Für was sich ein jeder auch interessieren mag, es ist nie zu spät, noch einmal mit einem neuen Hobby zu beginnen.

Flauschige Freunde

Hunde und Katzen sind nicht nur putzig anzusehen, sondern bringen darüber hinaus auch frischen Wind in das Leben des Besitzers. Besonders Hunde eignen sich dank ihres treuen Wesens sehr gut als Haustier. Ob Spaziergang im Park, gemütliche Shopping-Tour oder Ausflug an den See, eins steht fest: Langweilig wird es mit dem pelzigen Kumpel garantiert nie. Etliche treue Seelen warten in den Tierheimen auf ein liebevolles Zuhause, wieso also nicht einfach mal dort vorbeischauen?

Mit Schaufel und Spaten

All jene, die einen Garten ihr Eigen nennen, können sich dort nach Belieben kreativ austoben. Bunte Blumenbeete, kunstvoll gestaltete Buchsbäumchen, oder auch eine schöne Teichanlage sind wahre Hingucker im Garten. Für Hobbyköche lohnt sich zudem der Anbau von eigenem Gemüse, Obst sowie Kräutern. So schmeckt jedes zubereitete Essen gleich viel besser. Wer sich gerne um Bauprojekte kümmert und über ausreichend Platz verfügt, kann einen Pool für heiße Sommertage errichten oder einen schattigen Pavillon für entspannte Teestunden im Garten aufstellen.

Helfende Hand

Notleidende Kinder, Obdachlose oder auch Tiere gehören zu den schwächsten Gliedern der Gesellschaft und brauchen daher Hilfe. Ehrenamtliche Einrichtungen haben es sich zur Ausgabe gemacht, genau dort anzusetzen und das Leid ein klein wenig zu lindern. Doch durch begrenzte finanzielle Mittel sind jene Organisationen oftmals in ihrer Arbeit eingeschränkt. Als freiwilliger Helfer kann jeder aktiv dazu beitragen, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen und erhält dafür die wohl schönste Bezahlung, nämlich aufrichtigen Dank.

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Zeit für Familie

Wie schwer Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen sind, weiß heutzutage jeder. Oft fehlt es an Betreuungsmöglichkeiten für Kinder, sodass Eltern gezwungenermaßen den Spagat zwischen Arbeitsplatz und Kind ausüben. Großeltern haben hingegen meist mehr Zeit und können daher Väter und Mütter stark entlasten. Auch muss Kinderbetreuung nicht nur mit Strapazen verbunden sein. Kinder halten dank ihres Temperaments jung und bringen einen durch ihre unbedachten Bemerkungen des Öfteren zum Lachen. Eis essen, Lego bauen oder Fußballspielen wirkt garantiert bei jedem wie eine Verjüngungskur.

Ersatz Oma & Opa

Fast jedes Kind schwärmt von der Zeit bei Oma und Opa. Meist sind es die kleinen Dinge, die dabei besonders in Erinnerung bleiben wie selbst gebackener Kuchen, Vorlesestunden und Spielabende. Doch nicht jedes Kind hat das Glück, solch liebevolle Großeltern zu haben. Aus diesem Grund gibt es inzwischen die Möglichkeit, als Ersatz-Oma oder Opa auf Kinder aufzupassen. Je nach Absprache verbringen die Ersatz-Großeltern einige Stunden mit den Kleinen und auf diese Weise kann auch die Haushaltskasse aufgebessert werden.

Wer gerne einmal in die Ferne reisen würde, dafür jedoch nicht das nötige Kleingeld hat, kann seit Neuestem auch als „Au Pair-Oma“ oder Opa arbeiten. Kinderfreundliche ältere Menschen können so schöne Tage in sonnigen Gegenden verbringen und sich am fröhlichen Kinderlachen erfreuen.

Für Workaholics

Wer doch lieber wieder seiner alten Beschäftigung nachgehen will, kann dies mit etwas Glück sogar tun. Ermöglicht wird das durch eine neue Art von Jobbörse. Dort können Senioren ihre Dienste anbieten und werden benachrichtigt, sobald jemand diese in Anspruch nehmen möchte. Vor allem handwerklich begabte Menschen werden oft und gerne gesucht. Schreinerarbeiten oder auch maßgeschneiderte Kleidung sind beliebter denn je und werden stets angefragt.

Hörsaal-Luft schnuppern

In jungen Jahren oft am Rande des Nervenzusammenbruchs beim Anblick der Lehrbücher finden im höheren Alter viele Menschen wieder Gefallen am Büffeln. Immer mehr Universitäten bieten aus diesem Grund Hörsaalplätze für Gasthörer an. Hier können Interessierte völlig unverbindlich die Vorlesungen besuchen und spannende Eindrücke mit nach Hause nehmen. Wem das jedoch nicht genug ist, kann sogar noch im reiferen Alter ein Studium aufnehmen. Speziell entwickelte Studiengänge für Senioren bieten hierfür optimale Bedingungen. Dank dem Wegfallen der nervenaufreibenden Prüfungen kann so in entspannter Atmosphäre das Wissen erweitert werden.

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