Javi Martinez wäre mit 40 Millionen Euro Ablöse der teuerste Transfer in der Historie des FC Bayern. Doch garantieren kostspielige Stars auch Titel? Die AZ überprüft die Top-10-Einkäufe auf Nachhaltigkeit

München - Der Mann ist einfach erfrischend ehrlich. „Ich kenne den Spieler nicht, habe ihn noch nie gesehen“, sagte Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer in die TV-Kamera von „Sport1“ über Javi Martínez. Und wenn dies der Fall ist, tritt schlicht folgende Beckenbauer-Logik in Kraft: „Aber wenn sich der FC Bayern für ihn interessiert, muss er ein Guter sein.“

Früher, als Beckenbauer noch Aufsichtsratvorsitzender war, musste er solche Mega-Transfers persönlich absegnen, nun gibt er eben ganz nebenbei seinen Segen. „Wenn Bayern so einen Spieler kaufen will, wird er sich dabei etwas gedacht haben.“ Und diese „wahnsinnige“ (O-Ton Präsident Uli Hoeneß) Ablösesumme? Beckenbauer: „Klar ist er teuer, aber ob 30 oder 40 Millionen, das ist schon fast wurscht. Bayern kann sich das erlauben.“

Punkt. Dankschön. Servus.

In einem Satz mal eben zehn Millionen lächerlich gemacht, um die der Vorstand seit Wochen mit Athletic Bilbao streitet. Und Martínez, Heynckes’ Wunschspieler fürs defensive Mittelfeld, wird noch teurer. Die Basken verweigern die Freigabe für den 23-Jährigen hartnäckig. Die Lösung: Martínez kann sich aus seinem bis 2016 laufenden Vertrag freikaufen, indem er die Ablösesumme von 40 Millionen beim spanischen Ligaverband hinterlegt. Den aus Deutschland überwiesenen Betrag müsste der selbst mit rund acht Millionen Euro versteuern – und da müssten die Bayern einspringen.

Im internationalen Vergleich führt das Ranking der Top-Deals dieses Sommers der Wechsel von Thiago Silva vom AC Milan zu Paris St.Germain mit 42 Millionen an. Martínez wird der teuerste Transfer der 112-jährigen Bayern-Geschichte. Doch was haben die bisherigen Mega-Transfers der Münchner gebracht? Schießt Geld wirklich Tore?

Die AZ untersucht die Top10: Klicken Sie in die obenstehende Bilderstrecke.

 

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