Die Milchbar. Eigentlich muss man nicht mehr sagen. Zehn Jahre auf dem Kunstpark Ost, jetzt in der Sonnenstraße 12.

München - Die Milchbar ist legendär – nicht nur als Baggerladen. Auf knapp 100 Quadratmetern bei schummrig-rotem Licht „geht hier immer was“, wie die Club-Brüder Jakob (er ist der Frühaufsteher) und Florian Faltenbacher (der Nachtmensch) wissen.

Wer noch nie in der Milchbar war, sollte das nachholen – und zwar am besten am Montag. Jawohl, am Montag. Da hat die Milchbar, anders als die meisten Clubs in München, nämlich geöffnet.

„Stewardessen-Montag“ hieß es mal, heute nennt es sich „Blue Monday“, und ziemlich bald sind die Meisten auch ziemlich blau. Milch wird in der Milchbar wirklich nie getrunken. Stattdessen Wodka und Bier. Die Gäste sind Studenten oder Menschen (vom reichen Erben bis zum Kreativen), die am nächsten Morgen nicht allzu früh aufstehen müssen.

Die Deko ist schlicht, ein bisschen spacig, aber null langweilig. Die Atmosphäre – auch oder vor allem am Montag: ausgelassen. Hier sind Menschen, die das Leben genießen. Die nicht nur Arbeit und Disziplin im Kopf haben, sondern Frauen und (immer etwas mehr) Männer, die etwas zu feiern haben – und sei es sich selbst.

In der Milchbar bleibt die Zeit stehen. Das Leben kann nicht immer rosig sein, aber zumindest rot.