Die Geschmäcker Italiens Fünf Regionen - ein Genusserlebnis

, aktualisiert am 25.10.2017 - 09:40 Uhr
Die Region Emilia-Romagna gilt als der "Bauch Italiens". Von hier kommt unter anderem der köstliche Parmaschinken. Foto: APT Servizi Emilia Romagna

Wo schmecken Spezialitäten besser als dort, wo sie herkommen? Fünf italienische Regionen laden jetzt zur norditalienischen Schlemmerreise ein: Denn mit ihren weltberühmten Weinen, hervorragenden Käsesorten und traditionellen Zubereitungsmethoden haben sie Norditalien zu einer der reizvollsten Food-Destinationen Europas gemacht.

Italien ist seit jeher ein Mekka für Genussmenschen. Vor allem die Diversität der regionalen Küchen macht das Land zu einer der beliebtesten Destinationen für kulinarische Reisen weltweit. Im Rahmen des neuen Projekts "Enogastronomischer Tourismus" stellen jetzt die Regionen Emilia-Romagna, Friaul-Julisch Venetien, Lombardei, Piemont und Venetien die fünf besten Schlemmerrouten Norditaliens vor. Sie entführen in die regionale Kulinarik und ermöglichen es zugleich, die herrlichen Landschaften Norditaliens zu erleben. Insgesamt lockt Italien mit mehr als 285 eingetragenen DOP, IGP und STG-Produkten, über 250 Pastaformen und erlesenen, oft autochthonen Weinen.

Der Bauch Italiens liegt in der Emilia-Romagna

Zwischen der Po-Ebene und der Toskana gelegen, gilt die Emilia-Romagna als der "Bauch Italiens" – und das zu Recht: Ob Parmaschinken, Aceto Balsamico Tradizionale, Parmigiano Reggiano, das adriatische Fladenbrot oder der feinperlige Lambrusco – die Liste der regionalen Spezialitäten ist lang! Im sogenannten "Food Valley", das geographisch von Piacenza, über Parma und Reggio Emilia bis nach Modena reicht, kann man sich von den Köstlichkeiten der Region im Rahmen von Kochkursen, in Trattorien, auf Märkten, in Sternerestaurants und auf unterschiedlichen Kulinarik-Touren selbst überzeugen. Auch Parmesankäserein und Essigfabriken kann man besuchen, um selbst zu erleben, welch liebevolle Handarbeit hinter den lokalen Produkten steckt. Um den köstlichen Balsamessig zu erhalten, muss dieser beispielsweise in langen Reifeprozessen von Holzfass zu Holzfass umgefüllt werden, bis er nach frühestens zwölf Jahren in den regulären Verkauf darf. Aber auch die Meeresspezialitäten, wie marinierter Aal oder verschiedene Sardellen- und Sardinenarten, sind es durchaus wert, verkostet zu werden.

Eröffnung der EATALY World

Um sich einen Überblick über all diese Köstlichkeiten zu verschaffen, empfiehlt sich zukünftig ein Stopp bei der F.I.CO EATALY World, die Mitte November 2017 in Bologna eröffnet. Auf dem Gelände des 10 Hektar großen Food-Parks kann man nämlich alle Genüsse verkosten, für die Italien weltweit bekannt ist! Stallungen mit echten Tieren, Läden und Märkte, Ausstellungen zum Thema "Nachhaltigkeit" sowie zahlreiche Restaurants entführen hier in die fabelhafte Welt der italienischen Küche.

Weitere Infos:
     


Großstadt und Seen: Die Lombardei

Nördlich von der Emilia-Romagna schließt sich direkt die Lombardei an. Die Lebendigkeit der Großstadt Mailand und das ruhigere Leben an den drei großen Seen - am Lago Maggiore, Garda- und Comer See - sowie in den Bergen haben großartige Gerichte entstehen lassen, die heute für die Lombardei berühmt sind: Risotto in etwa, oder köstlichen Käse, wie den Gorgonzola oder Taleggio. Das Gebiet der Lombardei durch seine Küche zu entdecken, ist wohl die intensivste Art, diese Region kennenzulernen. Besucher stoßen dabei auf Rezepte, die Geschichten erzählen, Sterneköche, die sie neu interpretieren und auf Restaurants, die die lokale Küche huldigen und sie bewahren.

Weitere Infos:
     


Piemont: Albatrüffel, Turiner Schokolade und der kostbare Reis

Gleich nebenan liegt das Piemont, das zusammen mit der Emilia-Romagna, der Lombardei, Venetien sowie Friaul-Julisch Venetien die kulinarische Schatzkammer für Feinschmecker aus aller Welt bildet. Egal, zu welcher Jahreszeit man das Piemont bereist, die Region hält immer einzigartige Leckereien parat, die unbedingt verkostet werden sollten: der weiße Albatrüffel, die Schokolade von Turin oder der Reis von den Anbaugebieten um Vercelli, Novara und Biella sind nur einige wenige davon! Wein-Liebhaber dürfte interessieren, dass die sogenannte "Weinberg-Landschaft Langhe Monferrato Roero" von der UNESCO ausgezeichnet wurde und mit den Weinanbaugebieten Piemont von Asti und Alessandria das harmonische Zusammenspiel von Mensch und Natur widerspiegelt. Der Barolo oder Barbaresco sowie 42 DOC-zertifizierte und 17 DOCG-Weine bringen dies perfekt zum Ausdruck.

Weitere Infos:
   


Venetien: nicht nur touristisch ein absolutes Highlight

Das weiter östlich gelegene Gebiet Venetien ist für seinen roten Radicchio von Treviso, die feinen Olivenöle, den Spargel von Bassano oder die Kirsche von Marostica berühmt. Außerdem produziert man hier einige der besten italienischen Weine – von Prosecco bis Valpolicella! Es sind die Weinberge dieser Region, die der 2000 Jahre alten Weinbautradition ihre Form und den Geschmack geben. Besonders beliebte touristische Gegenden innerhalb Venetiens sind jene rund um Venedig, den Gardasee, Verona und Padua. Obwohl sie alle ihre individuellen Geschmäcker haben, vereint sie die Leidenschaft zur kulinarischen Vielfalt sowie das Aufrechterhalten von altüberlieferten Traditionen und Bräuchen für die Zubereitung ihrer Speisen.

Weitere Infos:
      


Kulinarische Vielfalt in Friaul-Julisch Venetien

Ganz im nord-östlichen Teil Italiens und damit direkt an Slowenien angrenzend liegt schließlich Friaul-Julisch Venetien, welches das kulinarische Quintett der italienischen Köstlichkeiten komplettiert. Zwischen den Gipfeln der Dolomiten und Wellen der Adria treffen slawische, venetianische und deutsche Kultureinflüsse aufeinander. Diese lassen sich auch in den Gerichten der Region wiederfinden – beliebt sind hier nicht nur Fischspezialitäten, sondern auch deftige karnische Speisen, wie etwa Knödel mit Kraut, Gnocchi, Krapfen oder Wildgerichte. Auch Schinken ist sehr beliebt und in der Region weit verbreitet. Herzhaften Speisen gibt oft geräucherter Ricotta einen letzten, rauchigen Schliff. Schön ist ebenfalls ein Besuch der vier großen Städte der Region: Triest, Görz, Udine und Pordenone. Durch diese Orte sind im Laufe der Geschichte Kelten, Römer, Hunnen, Langobarden, Venezianer und Österreicher-Ungarn gezogen. Alle haben deutliche Spuren hinterlassen, die mit lokalen Traditionen verschmolzen sind.

Weitere Infos:
    

JETZT LESEN