Die etwas andere Erfolgsstory Kevin Kline: Die Antithese einer Skandalnudel wird 70

Immer ein schelmisches Lächeln auf den Lippen - so kennt und liebt man Kevin Kline Foto: Krista Kennell / Shutterstock.com

Mit Skandalen kann Kevin Kline nicht aufwarten. Dafür aber mit einem Traumdebüt, einem unvergessenen Flop und einem Schmatzer mit Tom Selleck.

Kevin Kline, ist das nicht der Name, den man schon so häufig auf dem Bund einer Unterhose gelesen hat? Trotz eines Academy Awards, zahlreichen Theater-Ehrungen und fast 50 gedrehten Filmen scheint das nun 70-jährige Geburtstagskind immer ein wenig unter dem Radar der Öffentlichkeit zu fliegen. Vielleicht weil es ihm im unlängst als Sündenpfuhl offenbarten Hollywood irgendwie gelungen ist, absolut skandalfrei zu bleiben? (Wie Kevin Kline seine homosexuelle Ader entdeckt, gibt es in der Kultkomödie "In & Out" zu sehen)

Spätberufen

In Zeiten von Kinderstars und immer früheren Karrieren verschlug es Kline erst mit 35 Jahren vor die Filmkamera. Was nicht heißen soll, dass seine Leidenschaft für das Schauspiel erst 1982 geweckt wurde. Den Ursprung hatte sein späterer Lebensweg in der Indiana University in Bloomington: "Als ich in die Theater-Abteilung wechselte, habe ich nichts mehr außer Theater gemacht. Ich hab es kaum noch in den Unterricht geschafft, denn das war meine Passion", verriet der Mime laut der Seite Indystar. Im September 2014 erhielt der "Kunst Nerd", wie er sich selbst bezeichnet, an seiner alten Uni einen Ehrendoktor verliehen.

Punktlandung

Einen besseren Start für die Hollywood-Karriere hätte sich der Schauspieler wohl kaum wünschen können. Immerhin landete er in seinem Debüt an der Seite einer gewissen Filmlegende namens Meryl Streep, die auch 1982 das machte, was sie am besten kann: Oscars gewinnen. Für "Sophies Entscheidung" fuhr sie bereits den zweiten Goldjungen ihrer Karriere ein, drei sind es bislang bei 20 (!) Nominierungen.

Kline erhielt für seine Erstlingsrolle immerhin eine Golden-Globe-Nominierung und tat es Streep einige Jahre später gleich. Er brachte das nicht zu verachtende Kunststück fertig, für eine Komödie den Oscar als "Bester Nebendarsteller" zu gewinnen und sich dabei unter anderem gegen Sir Alec Guinness durchzusetzen. Besagter Streifen dürfte bis heute sein bekanntester sein: Ein Film namens "Ein Fisch namens Wanda".

Zu wählerisch?

Wenn überhaupt etwas, so kann man Kline seine zu wählerische Art vorwerfen. In der Traumfabrik galt Kline als derartiger Rosinenpicker, dass schnell der Spitzname "Kevin Decline" die Runde machte. Im Gegensatz zu anderen Darstellern, die zu jeder Rolle Ja und Amen sagen und sich so den Ruf zwangsläufig ruinieren oder gar zu einer Karikatur verkommen, definitiv die bessere Variante. Wir blicken streng in Ihre Richtung, Herr Nicolas Cage...

Selbst der wählerische Kline lag aber auch mal daneben: unvergessen der sagenhafte Flop "Wild Wild West" an der Seite von Will Smith, den die Karrieren beider Hauptdarsteller erstaunlicherweise unbeschadet überstanden. Vornehmlich mit Komödien wie "Dave", "French Kiss" oder "Der rosarote Panther" feierte Kline zudem ausreichend viele Erfolge. Wer kann sich nicht mehr an seinen heißen Kuss mit Tom "Magnum" Selleck in "In & Out" erinnern? Zuletzt war er 2017 in der Realverfilmung von "Die Schöne und das Biest" als Belles Vater Maurice zu sehen.

Das private Glück

Zig gescheiterte Ehen, uneheliche Kinder, Schlammschlachten? Auch hier sorgt Kline für erfrischende Abwechslung des Hollywood-Klischees. Mit seiner Frau, der Schauspielerin Phoebe Cates, ist er seit 1989 glücklich verheiratet. Und was fehlt zum perfekten Familienidyll? Zwei Kinder, ein Junge (Owen) und ein Mädchen (Greta).

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