Der AZ-Check der Top Four Alex King: Titel(verteidiger)-Träume

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Mit Bayern will king den Titel in Berlin verteidigen. Foto: R’steiner/A’klick

Die AZ checkt die Teams beim Top Four in Berlin. Bayerns King könnte Historisches schaffen.

München - Für Alex King wird die Dienstreise mit den Basketballern des FC Bayern nach Berlin eine ganz besondere. Genau wie Nihad Djedovic, Bryce Taylor, Reggie Redding und auch FCBB-Geschäftsführer Marko Pesic hat der 31-Jährige eine Alba-Vergangenheit – als bislang letzter Akteur war er im Sommer aus der Hauptstadt nach München gewechselt.

Im Vorjahr noch als Alba-Kapitän aufgelaufen

Anfang des vergangenen Jahres feierte er noch mit Berlin in München den überraschenden Pokalsieg. Und nun bietet sich King eine einmalige Chance: Er könnte mit einem Triumph mit den Bayern zum alleinigen Pokaltitelverteidiger werden. "Und dann noch in der Arena, in der ich vergangene Saison noch als Alba-Kapitän auflief – klingt von der Konstellation schon ziemlich einzigartig; würde ich gerne mitnehmen", sagt King.

Die AZ blickt auf das Top-Four-Turnier in der Hauptstadt voraus und checkt die vier teilnehmenden Teams.

FC Bayern: Die Münchner reisen mit dem Selbstvertrauen aus 13 Pflichtspielsiegen in Serie nach Berlin. Am Samstag (17 Uhr, ProSieben MAXX) kommt es im Halbfinale zum Duell mit Gastgeber Alba. Erst am vergangenen Sonntag gewann der FCBB die Generalprobe in der Liga in Berlin mit 80:56. Alba-Geschäftsführer Marco Baldi wähnt die Bayern sogar als "Favorit auf den Titel". Münchens Neuzugang Maik Zirbes feierte rechtzeitig am Dienstag gegen Göttingen sein Debüt und könnte möglicherweise zum Pokaltiteltrumpf der Münchner werden.

ALBA BERLIN: Ausgerechnet vor dem Heimturnier steckt Alba in der Krise. Gegen Jena verspielte Berlin am Mittwoch eine 18-Punkte-Führung noch und kassierte damit die fünfte Niederlage in Folge. Die Gastgeber sind beim Top Four nur Außenseiter. "Wir werden versuchen, das Unmögliche möglich zu machen", kündigt Baldi trotzig an. Denn eigentlich ist die Situation ja so wie immer in der jüngeren Vergangenheit. Trotzdem holte Alba in den vergangenen vier Jahren dreimal den Pokal. Auch deshalb sagt Berlins Dragan Milosavljevic: "Das ist eine Riesenchance für uns."

Brose Baskets Bamberg: Der amtierende deutsche Meister musste sich im vergangenen Jahr schon im Halbfinale den Bayern geschlagen geben. Zu diesem Duell könnte es 2017 erst im Endspiel kommen. Im Halbfinale treffen die Franken zunächst auf die MHP Riesen Ludwigsburg. Das gleiche Duell gab es erst am Mittwochabend in der Liga, Bamberg gewann daheim mit 84:75. Es war der siebte Ligasieg der Bamberger in Folge. Beim BBL-Duell im November ließ Bamberg auch den Bayern keine Chance (90:59). Man darf gespannt sein, wie das Kräftemessen der beiden bayerischen Basketballschwergewichte dieses Mal ausgehen wird, sofern es im Endspiel am Sonntag tatsächlich zu dieser Partie kommen sollte.

MHP Riesen Ludwigsburg: Die Schwaben gehen als klarer Außenseiter in das Turnier. Bei der Generalprobe gegen Bamberg konnte Drew Crawford allerdings als Topscorer mit 25 Punkten überzeugen. Schon ins Viertelfinale waren die Riesen, die in der BBL aktuell nur Neunter sind, als klarer Underdog gegangen – und schalteten dort den in der Liga nach wie vor noch ungeschlagenen Tabellenführer Ulm aus.

 

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