Am Samstag hat die SpVgg im DFB-Pokal den 1. FC Köln zu Gast – es geht um viel Geld und die Hoffnung auf eine Sensation.

UNTERHACHING Unterschiedlicher können Gefühlswelten vor einer Partie wohl kaum sein. In Köln sorgt sich die Karnevalsstadt um seinen FC, der nach dem Bundesliga-Abstieg nur einen Punkt aus den ersten beiden Spielen holte.

Nach dem Umbruch läuft es bei den Rheinländern nicht mehr rund. Superstar Lukas Podolski ging zu Arsenal London, Holger Stanislawski übernahm die Mannschaft und steht nach dem schlechten Start bereits jetzt unter Druck.

Bei der Spvgg Unterhaching dagegen bejubeln sie die Tabellenführung in der dritten Liga – mehr Euphorie geht nicht. Am Samstag (15.30 Uhr) treffen beide Teams in der ersten Runde des DFB-Pokals im Sportpark aufeinander. „Wenn ich deren Budget sehe, dann trennen uns ligaübergreifend nicht nur drei Plätze, sondern eher 40 bis 50“, sagt Hachings Teamchef Manuel Baum. Als Zusatzmotivation hat Präsident Manni Schwabl mit dem Mannschaftsrat extra eine Pokalprämie ausgelobt.

Die könnte sich bei einem Sieg sogar die klamme Spielvereinigung leisten. Nach den Turbulenzen der Vergangenheit, wirtschaften die Hachinger wieder seriös – vorbei ist die Zeit in der Spieler auf Pump verpflichtet wurden. Der aktuelle Kader passt in den Spar-Haushalt der Vorstädter. Junge Spieler aus der Region, kleine Gehälter, bayerischer war selten ein Team im Profifußball. Klappt es mit einem Sieg gegen die Geißböcke gäbe es vom DFB satte 250.000 Euro.

Das entspricht gut einem Viertel des gesamten Etats. Dazu kommen die Ticket-Erlöse: 7000 Zuschauer werden erwartet. Die wollen die nächste Hachinger Pokalsensation sehen. Im letzten Jahr musste der SC Freiburg dran glauben, Haching gewann 3:2. Verteidiger Markus Schwabl: „Dass wir mithalten können, haben wir schon bewiesen."