Das sind die Pläne Ludwig Reinbold: Der Löwenbräukeller wird zum Juwel

, aktualisiert am 07.02.2018 - 21:17 Uhr
Neu-Wirt Ludwig Reinbold (r.) mit seinem Vater Edi Reinbold. Foto: Annette Baronikians

Die neue Wirtefamilie Reinbold will Jüngere ansprechen – und den Bierpreis senken.

München - Es ist einer der spektakulärsten Wirte-Wechsel in der Münchner Gastro-Geschichte: die Rochade der Wiesn-Wirte Christian Schottenhamel und Eduard "Edi" Reinbold von einem gastronomischen Großobjekt mit Tradition zum anderen.

Bis 31. März ist Neu-Nockherberg-Wirt Schottenhamel zugleich Noch-Wirt des Löwenbräukellers, den Edi Reinbold gekauft hat. Am 1. April ziehen die Reinbolds ein. Führen wird das Traditionshaus am Stiglmaierplatz der jüngere Sohn, Ludwig Reinbold, der sich bislang vor allem um das Hotel "Drei Löwen" der Familie gekümmert hat und um das Schützenzelt auf der Wiesn.

Der neue Geschäftsführer brennt für seine Aufgabe: "Wir werden den Löwenbräukeller zu einem Juwel machen", sagt Ludwig Reinbold (30) der AZ. "Nach langer Vorbereitungszeit freuen wir uns, loslegen zu können." Das klare Ziel: "Ein richtig gutes Wirtshaus und eine spannende Eventlocation mit modernster Licht- und Tontechnik." Tradition will man bewahren, doch auch attraktiv werden für das junge Publikum des Schützenzelts. Dass dieses zu feiern versteht, kann man auf der Wiesn erleben.

Neben entsprechenden Veranstaltungen für bis zu 2.300 Besucher sollen vor allem günstige Preise jüngere Leute anlocken. Das betrifft das Essen und – man höre und staune – auch das Bier. Fakt ist: Die Reinbolds sind nicht Pächter. Ihnen gehört der Löwenbräukeller, womit sie in der Gestaltung des Unternehmens viel freier sind, zumal auch noch der Vertrag mit Löwenbräu ausläuft.

"Wir wollen mit der Brauerei einen anderen Preis aushandeln", sagt Edi Reinbold und verspricht: "Diesen geben wir dann an den Gast weiter. Die Bierpreise in München sind einfach zu hoch." Ob die Reinbolds im Löwenbräukeller am namengebenden Löwenbräu-Bier festhalten werden, kommentieren Vater und Sohn nicht mit viel mehr als mit einem Lächeln. Jetzt werde es erstmal Gespräche geben, sagen sie. Bleibt also abzuwarten, ob in der "Höhle des Löwen" künftig tatsächlich ein anderes Bier fließt. Fest steht indes schon, dass der Löwenbräukeller nach einem Umbau Anfang Mai wiedereröffnet wird.

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