Artikel weiterempfehlen Artikel drucken Artikel kommentieren
Artikel bewerten [4.50/2]

Daddel-Buden Steuer soll Spielhallen-Flut eindämmen

Michael Reiner, vom 20.04.2011 20:07 Uhr
Michael Frieser (CSU) kämpft gegen die Flut von Spielhallen in Nürnberg. Vor allem in der Südstadt und rund um den Plärrer werden immer mehr dieser Etablissements eröffnet – sehr zum Schaden der Stadtviertel. Foto: bayernpress.com
Michael Frieser (CSU) kämpft gegen die Flut von Spielhallen in Nürnberg. Vor allem in der Südstadt und rund um den Plärrer werden immer mehr dieser Etablissements eröffnet – sehr zum Schaden der Stadtviertel. Foto: bayernpress.com
Siehe auch

NÜRNBERG Mit einer Sondersteuer und schärferen Vorschriften will die Nürnberger CSU gegen die vielen Spielhallen in der Stadt vorgehen. Denn die Daddelbudenflut, so die Furcht, lässt die Südstadt bald zum Glasscherbenvierteln verkommen. Zudem dürften die 100.000 von Spielsucht betroffenen und gefährdeten Bayern nicht zu sehr in Versuchung geführt werden.

„Wir müssen verhindern, dass diese Gegenden runtergezogen werden“, begründet Fraktions-Chef Sebastian Brehm die Initiative, die er gemeinsam mit seinen Parteifreunden Michael Frieser (Bundestag) und Karl Freller (Landtag) startet. Schon jetzt, so Frieser, könnten Kommunen neuen Spielhallen die Genehmigung versagen. Dazu müssten sie in jedem Einzelfall – notfalls vor Gericht – nachweisen, dass diese schädlich fürs Viertel sind. Deshalb macht er sich dafür stark, dass das Baurecht entsprechend geändert wird. So könnte auch verhindert werden, dass mehrere Spielhallen in enger Nachbarschaft betrieben werden.

Kein Kreuzzug gegen Spielhallen

Auch die Spieleordnung müsse geändert werden: nur noch 400 Euro Höchstgewinn (bisher 500) und 60 Euro Maximalverlust (bisher 80 Euro) pro Stunde. Für Spielhallen-Betreiber müsse es spezielle Eignungstests geben. „Im Lauf des Jahres ist das durch“, sagt Frieser. Im Landtag, so Freller, wird derzeit die Wiedereinführung der Vergnügungssteuer geprüft: „Die können Kommunen dann von den Spielhallen-Betreibern erheben.“

Allerdings betonen die CSU-Politiker, dass sie „keinen Kreuzzug gegen Spielhallen“ anzetteln. Frieser: „Denn die gehören zu einer Großstadt dazu. Allerdings in verträglichem Maß.“

Kommentare (6)
» Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
  • Kommentare schreiben
Anzeigen
APR
26
08:06 Uhr, geschrieben von Lebkoungcitybou
Schade um das schöne Südstadt-Flair...
Tolle Wohn- und Geschäftshäuser mit ansprechenster Architektur, welche 10-Euro-Friseure, Import-Export-Läden, Shisha-Cafés, Türkische Kültürü-Klübüs, An- und Verkauf, Dürüm-Döner, Telecafes usw. beherbergen und dies alles bei permanenten Mieterwechsel laden anscheinend also zum "bummeln & shoppen" ein, während da so eine "Spielhölle" völlig fehl am Platz ist ?! Bestimmt ist das dem aufmerksamen Herrn Frieser während der täglichen Abendspaziergänge mit seiner Politiker-Gemahlin durch die Südstadt aufgefallen... Oder hat er´s bloss ergoogelt ?!
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
7
Kommentar bewerten
APR
26
04:04 Uhr, geschrieben von Tom
Frieser hat ausgespielt
Herr Frieser hat mit ja gestimmt als das grosse Milliaren Spiel um Griechenland zur Abstimmung stand. Güterzüge voller Geld, unserer aller Geld wohlgemerkt, verprasst er in Griechenland. Obwohl unser Land selbst genug Schulden hat (von allen Politikern und Parteien verursacht) schmeisst er mit Grld um sich, dass man sich nur verwundert die Augen reiben kann. Aber beim Steuern erfinden und erhöhen steht er dann in erster Reihe? Ich hab Sie Herr Frieser vor der Abstimmung aufgefordert mit Nein zur griechischen Geldvernichtungsaktion zu stimmen, als Vertreter Ihres Wahlkreises vertreten Sie diesen nicht mehr. Sie haben uns Bürger verraten und verkauft. Also mischen Sie sich nicht mehr in Angelegenheiten ein von denen Die nichts verstehen: Vom Geld anderer Leute!
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
0
Kommentar bewerten
APR
21
22:09 Uhr, geschrieben von gorn
a bisserl zynisch, der Herr Regierungsvertreter
...wer regiert denn in Bayern und im Bund - Herr Frieser selbst. Dann kann er ja mal das Gesetz machen, das die Freunde aus der Automatenbranche zügelt. Wird er aber nicht, weil er ja vor lauter Fotos keine Zeit dazu hat. Oder hat Gauselmann auch in Nürnberg gespendez?
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
9
Kommentar bewerten
Kommentar-Seite
vorherige
1  von  2
nächste
Bezirk kassiert heuer 375 Millionen Euro!
Nürnberg zahlt als größter Abgabenzahler Mittelfrankens allein 131,7 Millionen
Nürnbergs Goldenes Buch ist jetzt museumsreif
Morlock, Kohl, gar Hitler – 114 Jahre lang füllten Berühmtheiten die 259 Seiten. Nun wandern sie vom Rathaus ins Stadtarchiv
Nachrichtenticker
22:19   Größter Internet-Börsengang: Facebook 16 Milliarden Dollar
22:03   Gewaltverbrecher aus Klinik geflohen
20:48   Disco-Queen Donna Summer mit 63 gestorben
20:46   Ratingagentur Fitch senkt Bonität Griechenlands
20:27   Europäer beraten vor G8-Gipfel - Berlin: Sparen und Wachstum fördern
1   2   3   4   5   6   7   weiter
» aktualisieren
Anzeige

Video