CSU setzt es durch Wegweiser für die Münchner Friedhöfe

Er ist schon riesig: Der Münchner Westfriedhof aus der Luft gesehen. Foto: Mike Schmalz

Der Westfriedhof hat den Anstoß gegeben. Die städtischen Friedhöfe bekommen 2014 einen Flyer mit Friedhofsplan.

Sendling - Der Waldfriedhof ist eine sehr große und ausgedehnte Anlage. Wer sich nicht auskennt, tut sich schwer, sich dort zu orientieren. Deshalb haben die CSU-Stadräte Eva Caim, Georg Kronawitter, Otto Seidl und Johann Stadler einen Antrag an die Verwaltung gestellt, das zu verbessern: "Der Münchner Waldfriedhof wird mit einem dezenten, aber hilfreichen Wegweisersystem ausgestattet, so dass es insbesondere für ortsunkundige Besucher möglich ist, ohne Herumirren das ausgedehnte Gelände auf dem kürzesten Wege an der gewünschten Stelle zu verlassen.“

Die Antwort kam am Montag vom Münchner Gesundheitsreferenten Joachim Lorenz, der auch für die Friedhöfe verantwortlich ist. Der Antrag der CSU bringt jetzt Verbesserungen für alle Friedhöfe Münchens. Lorenz schreibt in einer sehr ausführlichen Stellungnahme:

"Insbesondere im Waldfriedhof – Alter Teil und im Übergangsbereich zwischen altem und neuem Teil fällt es Besucherinnen und Besuchern oft schwer, sich zu orientieren. Alle 20 bis 50 Meter kreuzt und verzweigt sich der jeweilige Friedhofsweg. Das Wegesystem ist dicht und wirkt labyrinthartig. Die Wege sind geschwungen und ohne jede Symmetrie. Die dicht wachsenden Bäume verhindern einen freien Blick. Orientierungspunkte sind fast nicht vorhanden. Manchen Besucherinnen und Besuchern fällt es nach einiger Zeit sogar schwer, zu sagen, in welche Richtung sie sich gerade bewegen.

Diesem scheinbaren Labyrinth liegt eine Wegestruktur und Ordnung zu Grunde, die jedoch weder im Friedhofsplan noch im Friedhofsgelände sichtbar und als solche erkennbar ist:

- Im Abstand von ca. 20 bis 50 Metern von der Friedhofsmauer/dem Friedhofszaun verläuft ein großer Rundweg innerhalb des gesamten Friedhofes. 

- Von diesem großen Rundweg gehen kurze Stichwege zu allen 15 Friedhofseingängen.

- Ein Mittelweg, der vom Waldfriedhof – Alter Teil, Eingang „Ecke Fürstenrieder-/ Würmtalstraße“ zum Waldfriedhof – Neuer Teil, Eingang „Tischlerstraße – Kriegsgräberstätte“ verläuft, bildet die Mittelachse durch den Friedhof. Nimmt man noch die Stichwege zu den Haupteingängen im Alten und Neuen Teil dazu, verbindet der Mittelweg die vier wichtigsten Friedhofseingänge mit den meist benutzten MVV-Verbindungen auf kürzestem Weg miteinander.

- Ein innerer Ring bietet zwischen dem großen Rundweg und dem Mittelweg weitere direkte Verbindungen zwischen dem Alten und Neuen Friedhofsteil. 

Ziel ist es, die genannten Hauptwege im Friedhofsgelände als solche erkennbar zu machen und die Friedhofsbesucherinnen und -besucher von innen nach außen auf diese Hauptwege und von dort zu den Eingängen zu leiten. Zwischen dem großen Rundweg, dem inneren Ring und dem Mittelweg liegen in der Regel drei Grabfelder, beziehungsweise ein Abstand von etwa 50 bis 80 Meter. Für Friedhofsbesucherinnen und -besucher ergibt sich daher in der Regel eine Strecke von höchstens 25 bis 40 Meter, um von einem beliebigen Ort im Friedhofsgelände auf einen dieser Hauptwege zu gelangen.

Vor diesem Hintergrund werden die Städtischen Friedhöfe München bis zum Frühjahr 2014 folgende Maßnahmen zur Verbesserung der Orientierung im Waldfriedhof in die Wege leiten:

- Erstellen eines aufklappbaren Flyers mit Friedhofsplan, farbig gekennzeichneten Hauptwegen und Eingängen, sowie kurzen Erläuterungen zur Orientierung im Waldfriedhof.

 - Namensgebung für alle 15 Friedhofseingänge und Anbringen dieses Namens am jeweiligen Friedhofseingang, sowie im neu zu erstellenden Friedhofsplan

- Versetzen der Schaukästen (mit großflächigem Friedhofsplan) vom jeweiligen Friedhofseingang zum großen Rundweg, mit der Folge, dass sowohl Friedhofsbesucherinnen und -besucher, die auf dem großen Rundweg unterwegs sind, als auch Personen, die den Friedhof betreten, an den Schaukästen vorbeikommen.

- Farbige Markierung der betreffenden Hauptwege im Friedhof (identisch zum Friedhofsplan) auf gut sichtbare, barrierefreie, aber dennoch dezente Art und Weise, so dass das Friedhofsbild und der Friedhofscharakter bewahrt bleibt. Es bieten sich hierfür zum Beispiel farbige Täfelchen an, die in einem entsprechenden Abstand an den Bäumen angebracht werden.

- Gezielt angebrachte Wegweiser an den betreffenden Hauptwegen, die jeweils die Richtung anzeigen und den direkten Weg zu den Eingängen weisen.

- Beschreibung des Wegesystems im Internet und Link zum Friedhofsplan auf der Internetseite des Waldfriedhofes innerhalb des München- Portals (www.muenchen.de/friedhof).

- Bekanntgabe des Wegweisesystems nach Fertigstellung in der Presse und eventuell Durchführung einer Informationsveranstaltung im Waldfriedhof."

 

 

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