Angelique Kerber hat ihren dritten Turniersieg auf der WTA-Tour und damit die Krönung ihrer starken Tenniswoche in Cincinnati verpasst.

Cincinnati - Angelique Kerber hat ihren dritten Turniersieg auf der WTA-Tour und damit die Krönung ihrer starken Tenniswoche in Cincinnati verpasst. Die 24 Jahre alte Kielerin unterlag bei der mit 2,17 Millionen Dollar dotierten Hartplatzveranstaltung der Chinesin Li Na mit 6:1, 3:6, 1:6.

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Nach starkem Start musste sich Kerber dem druckvollen Spiel ihrer Kontrahentin geschlagen geben. Für die deutsche Fed-Cup-Spielerin war es gut eine Woche vor Start der US Open im sechsten Duell mit Li Na die fünfte Niederlage.

Im ersten Satz ließ Kerber der Chinesin kaum eine Chance und setzte sich in rund einer halben Stunde durch. Auch der Start in den zweiten Durchgang gelang perfekt: Zu Null nahm die Kielerin ihrer Gegnerin den Aufschlag ab. Doch Li Na glückte das schnelle Rebreak, so dass sich zunächst eine hartumkämpfte Partie entwickelte. Obwohl die 30-Jährige zahlreiche Breakchancen ausließ, gewann die Chinesin souverän den zweiten Satz und hatte damit die Gegenwehr der Norddeutschen endgültig gebrochen.

Auf dem Weg ins Endspiel hatte Kerber die tschechische Wimbledongewinnerin von 2011, Petra Kvitova und Olympiasiegerin Serena Williams aus den USA bezwungen. "Ich will das Finale genießen. Ich hatte eine super Woche hier, freue mich und bin auf jeden Fall bereit", hatte Kerber im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa betont. Eine Woche vor dem Start der US Open untermauerte die Weltranglisten-Siebte mit dem Endspiel-Einzug ihre Zugehörigkeit zur absoluten Spitze.

Das Selbstbewusstsein durch ihr viertes Finale des Jahres - in Paris und Kopenhagen gab es Siege - ist nachvollziehbar. Gegen Kvitova hatte Kerber im Halbfinale schon den 53. Saisonsieg gefeiert - keine andere Spielerin hat 2012 so oft gewonnen. "Sie ist eine starke Gegnerin, ohne richtige Schwäche. Sie gibt ihrer Kontrahentin nicht viel", meinte Mary Joe Fernandez als Expertin des TV-Senders ESPN. Die ehemalige Weltklassespielerin hatte Kerber nach deren Viertelfinal-Erfolg gegen die zuvor in 19 Partien ungeschlagene Serena Williams zum "Giganten-Killer" erklärt.