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Christopher Street Day Bunt und schrill: Schwule und Lesben feiern

dpa, vom 09.07.2011 14:41 Uhr
Noch mehr Fotos vom Christopher Street Day in München: Party bis es kracht! Foto: Hansi Trompka

Es ist jedes Jahr ein Spektakel: In der Münchner Innenstadt feiern Schwule, Lesben und Transgender wild und ausgelassen. Die Party in Bildern.

München  – Schrille Klamotten, riesige Sonnenbrillen und laute Bässe: Mit einer schillernden Parade haben Lesben, Schwule und Transsexuelle am Samstag den 31. Christopher Street Day (CSD) in München gefeiert. Mit dem Spektakel demonstrierten sie für mehr Akzeptanz und ihre rechtliche Gleichstellung.

Bei sommerlichen Temperaturen von fast 30 Grad zogen tausende Teilnehmer kostümiert, bunt bemalt oder kaum bekleidet durch die Innenstadt. Nach Angaben des Veranstalters hatten sich 61 Wagen und Gruppen für den CSD-Zug angemeldet.

Unter die Feiernden hatten sich auch Prominente gemischt – so tanzte etwa Grünen-Chefin Claudia Roth in einem mit rosa Tüll verziertem Wagen. Beobachtet und begleitet wurde die mehrstündige Parade von tausenden Schaulustigen. Insgesamt schätzte die Polizei knapp 25 000 Menschen rund um den Zug.

 

Kommentare (16)
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JUL
14
06:29 Uhr, geschrieben von Transparency4u
Die verlogen Scheinoffenheit unser Gesellschaft
Liest man hier so die Beiträge durch, drängt sich der Eindruck auf, dass es ausgerechnet den schärfsten Kritikern des CSD Zirkus, Irrenhappening, Geschmacklosigkeiten, Lächerlichkeiten, ...etc.... Und heftigeren VERurteilungen vor allem darum geht, moeglichst nicht belästigt zu werden, da wir ja ohnehin ja laengst so tolerant und Minderheitenfreundlich in unserm tollen Land seien. Irgendwie klingt das schon wieder so derb heuchlerisch, wie die Aussage, dass es keine Vorbehalte und üble Ausgrenzungen von Transgender-Menschen mehr gäbe. Oder den alltäglichen Rassismus aller Ausprägungen. Schön waere es ja. Aber die Realität sieht leider anders aus, als dass es keinen Grund mehr für spektakuläre Events mit der Botschaft für mehr offene Horizonte bei Otto und Lieschen Normalo gäbe.
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JUL
13
14:01 Uhr, geschrieben von Maraike Stuffler
Antwort auf "spätrömisches Spektakel"
Mir scheint, sie waren nicht bei der Parade anwesend. Hätten Sie dem Treiben zugesehen, wäre Ihnen vielleicht aufgefallen, dass die breite Masse weder vulgär, noch provozierend auftritt. Ob die Fußgruppe der lesbischen Mütter, diverse Jugendgruppen, Sportvereine und -Fanclubs, politische Gruppierungen, Freizeitgruppen, oder Beratungsstellen.. Wenn man das zahlenmäßig den DragQueens und Fetischleuten gegenüberstellt, sieht man, dass die Paradiesvögel nur einen kleinen Teil ausmachen. (Aber auch diese Minderheiten in der Minderheit haben ihre Daseinsberechtigung! Traurig, dass man dafür in allen anderen Belangen angepasst sein muss, um als Lesbe oder Schwuler akzeptiert zu werden.) Dass in der Presse die Eyecatcher verbraten werden, ist keine Neuigkeit und keine Eigenart des CSDs sondern bei jedweder Großveranstaltung. Mir persönlich hat der CSD dieses Jahr gut gefallen - was ja leider in der Online-Ausgabe der AZ nicht erwähnt wurde (dafür in der Printausgabe umso ausführlicher), ist der szeneinterne Streit um lesbische Sichtbarkeit gewesen (hervorgegangen aus ebenjener einseitigen Berichterstattung, die die 10 vorhandenen Dragqueens ablichtet, ein paar Schwule mit nacktem Oberkörper oder in Fetischklamotten, aber meistens keine Lesbe, da die offenbar für die Leser uninteressant, da nicht aufmerksamkeitsheischend genug sind. Und daran hat die Parade ganz wunderbar angeknüpft, sei es durch den "Lesbenblock" am Anfang oder die vielen "Christina ist da!"-Shirts und Poster und sonstige Aktionen zu diesem Thema, die ich überall gesehen habe.
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JUL
12
09:22 Uhr, geschrieben von Ben
Spätrömisches Spektakel
Sorry, für mich sind die CSDs spätrömische Dekadenz, eine elitäre Minderheit frönt einem Spektakel, von dem sich die breite Masse der Bevölkerung längst abgewendet hat. Schwule und Lesben schaffen sich durch solche Provokationen nicht mehr Freunde und Unterstützer, sondern eine zunehmende Intoleranz gegenüber ihren Lebensstil, noch haben die Homosexuellen den Rückhalt bei den Mächtigen in der Stadt, doch wie wollen sie überzeugen, wenn eines Tages sich Staat und Medien nicht mehr so nachhaltig für sie einsetzen, dann braucht es eine andere Qualität der Selbstdarstellung, als ständig vulgär-provozierend durch die Stadt zu laufen und ständig Toleranz einfordern aber selbst intolerant anderen gegenüber zu sein. Mir scheint, langsam ändert sich die Stimmung gegenüber derartigen "spätrömischen" Spektakeln !
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