Mit dem „Cena“ hat in der Franziskanerstraße ein Laden aufgemacht, der sich bayerischen und sächsischen Spezialitäten widmet

Markus Kink war ein typischer „Schlipsträger“, wie er sagt, ein Bürokaufmann. Ein Job, den er Leid war. Also, was tun? Kink wollte ein Geschäft aufmachen, ein schöner Tag am See brachte endlich die richtige Idee: Ein Feinkostladen mit Café, das so ist wie seine Beziehung: Bayerisch-sächsisch. Seit Mai ist das „Cena“ in der Au jetzt geöffnet. Spezialitäten aus beiden Regionen, viele von kleinen Manufakturen, manche Produkte gibt’s in Bayern nirgends sonst zu kaufen.

Um feine sächsische Sachen zu finden, fuhren Markus Kink und seine Freundin Cathleen Hannak in ihre Heimat, besuchten Märkte und Geschäfte. Und stießen dabei auf Feines wie die Schokolade von Pralinenherz – ein Ein-Frau-Unternehmen aus Dresden. Dort kreiert Jacqueline Elsner ihre Pralinen und handgeschöpfte Tafeln Schokolade wie Walnuss-Pflaume-Krokant oder Zartbitter-Safran-Aprikose, die aussehen wie kleine Kunstwerke. Dazu gibt’s bayerische Besonderheiten wie Whiskey vom Schliersee oder Marmelade aus Straubing, die Weine kommen aus Franken und Sachsen.

Der Laden ist groß, und so ist Platz für jede Menge schlichter Stühle und Tische, dazu eine große Terrasse. Hier sitzen mittags gern Büroleute und entscheiden sich wahlweise für das bayerische oder das sächsische Tagesgericht: Leipziger Allerlei oder Schweinsbraten etwa. Die Berufsschüler holen sich ein Eis in ihrer Pause, nachmittags sitzen ältere Leute aus der Gegend bei Dinzler-Kaffee (Cappuccino 2,70) und Kuchen: Baiser, Herrentorte, Obstkuchen oder der beliebte sächsische Eierscheck (Stück 2,70) – der war bei seiner Premiere in der Vitrine gleich ausverkauft.

„Viele Sachsen schauen vorbei, suchen dies und das“, sagt Kink. Und sind froh, mit dem Cena ein Stück Heimat in München gefunden zu haben.


Franziskanerstraße 14, Mo. bis Fr. 7 – 18 Uhr, Sa. 8 – 16 Uhr, www.cena-münchen.de, Tel.: 12 28 28 88