CDU CDU bezweifelt SPD-Absage an Kooperation mit Linkspartei

dpa, 17.02.2013 09:46 Uhr

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hält die Absage der SPD an eine Regierungszusammenarbeit mit der Linkspartei für unglaubwürdig. Zwischen SPD, Grünen und Linken gebe es etwa beim Thema Steuern "eine inhaltliche Nähe, die man auch im Wahlkampf thematisieren wird".

Berlin - "Zumal ich auch sehe, wie Teile der SPD mit recht lauen Dementis auf Koalitionsangebote der Linkspartei reagieren", sagte Gröhe der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

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Zugleich machte Gröhe deutlich, dass seine Partei keine Neuauflage der "Rote Socken"-Kampagne plant: "Die inhaltliche Hauptauseinandersetzung führen wir mit der SPD und den Grünen." Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hatte Ende Januar die Absage an die Linkspartei bekräftigt - ein solches Bündnis sei unverantwortlich für die größte Volkswirtschaft Europas.

Gröhe sagte, SPD und Grüne versuchten, "sich gegenseitig zu übertreffen an Steuererhöhungsabsichten". Daher sei es kein Zufall, "dass dann die Linkspartei auf sich aufmerksam macht und sagt: "Holla, das könnt ihr am besten mit uns, denn wir wollen noch hemmungsloser abkassieren."" Die SPD sei nach links gerückt. Gröhe: "Also ist für uns in der Mitte mehr Platz. Das ist der Standort der CDU."

Im Wahlkampf werde sich die CDU klar "zum Linkskurs von SPD und Grünen" abgrenzen. Dabei werde es auch Unterschiede zum Koalitionspartner FDP geben, "ohne, dass wir die verkrampft betonen müssen". Im Kern gehe es darum, wie Deutschland an der Spitze gehalten und wie dafür gesorgt werden könne, "dass die tolle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt anhält", betonte Gröhe. "Und da ist unser marktwirtschaftliches Konzept das klare Kontrastprogramm zu SPD und Grünen, denn deren massive Steuererhöhungspläne zu Lasten der Mitte gefährden Arbeitsplätze."

Trotz der nur eine Woche vor der Bundestagswahl stattfindenden Landtagswahl in Bayern geht der Generalsekretär davon aus, dass CDU und CSU mit einem gemeinsamen Regierungsprogramm für die nächste Legislaturperiode antreten. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir da in den nächsten Wochen auch in vielen Gesprächen mit der Bevölkerung Ideen aufnehmen werden und dann im Sommer auch das präsentieren können." Die Schwesterpartei werde mit ihrem Programm für die Landtagswahl "sozusagen CSU pur bieten. Und das hat immer auch einen bundespolitischen Anspruch."

Der CDU-Generalsekretär betonte: "Entscheidend ist, dass wir unsere jeweiligen Stärken einbringen und dann an einem Strang ziehen." CDU und CSU seien als Schwesterparteien in einzigartiger Weise miteinander verbunden. "Wir treten nicht gegeneinander an, sondern Seit' an Seit'."

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Kommentare (5)
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FEB
18
gerhard steger, 15:37 Uhr

@alex

@ Alex, ich habe es auch nicht verstanden, das ist mal wieder ein Satz für einen Deutschlehrer aus der Türkei (Ironie) Sie soll nicht mit wem, oder doch zurück, ja ja so schreibt er der @ GGG. Wir sollten die AZ bitten, seine Kommentare zu übersetzten, ??? wenn die jemand hat der das Gestammle versteht, oder noch besser, einfach nicht mehr anzeigen. laut Anzeige kontrolliert die AZ ja die Kommentare bevor sie diese anzeigt.

FEB
17
alex, 21:07 Uhr

CDU bezweifelt

Wieder einmal, zim wievielten Male eigentlich, kann ich den Inhalt eines 1,5 Zeilen-Einwurfs nicht verstehen ! Also : Frau Dr. Merkel soll sich nicht mit Leuten zusammensetzen, dann aber, nach was denn bitte, sich für eine Legislaturperiode zurückziehen ! In den Wochen zuvor wurden so alle im Bundestag sitzenden Parteien, aber auch Piraten und Co. als nichtwählbar hingestellt ! Jetzt soll also auch die CDU- Chefin, Frau Dr. Merkel, für 4 Jahre pausieren ! Will man etwa Anarchie, denn es bliebe ja niemand mehr übrig, der oder die als Kanzler(in) einer Regierung, einem Kabinett vorstünde ! Altgriechisch : archein heißt herrschen, an ist die Verneinung desselben, also Regierungslosigkeit ist gleich Anarchie ! Gigantogagagissimogommentarversuch ! Mi dispiace ! Ist italienisch und heißt : Tut mir leid ! Nicht wirklich !

FEB
17
Gisela, 11:22 Uhr

und viele Wähler bezweifeln

daß die weiteren Dr.-Titelträger in den C-Parteien bei ihrer Promotion nicht betrogen haben. Gottseidank gibts vroniplag und bis zum Wahltag sind weitere Überraschungen absehbar. Gell Herr Gröhe, dann kann man mal wieder über Fakten sprechen.

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