Bundestagsmandat erhalten Petr Bystron gibt AfD-Vorsitz in Bayern ab

Erhielt bei der Wahl im September ein Bundestagsmandat: AfD-Politiker Petr Bystron. Foto: Sven Hoppe/dpa

AfD-Politiker Petr Bystron wird nicht wieder für den bayerischen Landesvorsitz kandidieren. Wegen seines Bundestagsmandats könne er beim Wahlkampf in Bayern nicht zu 100 Prozent präsent sein, so der 44-Jährige.

München - Der bayerische AfD-Landesvorsitzende Petr Bystron zieht sich nach zweijähriger Amtszeit aus seinem Amt zurück. Er werde beim Parteitag am 25. und 26. November in Greding nicht erneut kandidieren, teilte Bystron am Dienstagabend mit. "Die anstehende Landtagswahl ist die wichtigste Wahl für die bayerische AfD. Die Aufgabe, den Wahlkampf zu führen, erfordert 100-prozentige Präsenz in Bayern. Die kann ich neben meinem Engagement in Berlin nicht aufwenden", sagte er zur Begründung. Zuerst hatte der "Münchner Merkur" darüber berichtet.

Bystron stammt aus der Tschechoslowakei. Der zweifache Vater war von 2006 bis 2013 in der FDP aktiv. In der AfD hatte Bystron immer wieder Kritik auf sich gezogen. Unter anderem wurde er als "Karrierist" bezeichnet, dem die Ziele der AfD weniger wichtig seien als seine eigene politische Laufbahn. Bei der Wahl im September erhielt Bystron ein Bundestagsmandat.

Der bayerische Verfassungsschutz hat Bystron unter Beobachtung, weil er Sympathien für die rechtsextremistische "Identitäre Bewegung" bekundet haben soll. Diesen Umstand führte der 44-Jährige jetzt als weiteren Grund für seinen Rückzug an: Er wolle nicht riskieren, dass der Landesverband ebenfalls unter die Beobachtung durch den bayerischen Verfassungsschutz gestellt werde.

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