Ob in Europa oder in Deutschland, Borussia Dortmund ist derzeit einfach nicht zu stoppen. Drei Tage nach seiner Champions-League-Gala beim 4:1 in Amsterdam setzte der Deutsche Meister auch in der Bundesliga seine Erfolgsserie fort, tat sich beim 2:1 (2:1)-Auswärtssieg gegen den FSV Mainz 05 aber viel schwerer als gegen niederländischen Titelträger.

Mainz - Robert Lewandowski traf mit seinen Saisontoren acht und neun (11./43.) für die Borussen, die nun schon seit neun Pflichtspielen nicht mehr verloren haben. Für die couragierten Mainzer, die erstmals nach vier Bundesliga-Heimsiegen wieder eine Niederlage hinnehmen mussten, hatte Marco Caligiuri die frühe Führung (4.) erzielt.

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„Wir wussten, dass Mainz sehr heimstark ist. Sie haben von Anfang an Druck gemacht. Nach und nach haben wir dann zu unserem Spiel gefunden und vor der Pause noch das 2:1 gemacht“, sagte Dortmunds Marco Reus und fügte hinzu: „Es war ein harter Kampf.“

Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel hatte sich zu vier personellen Umstellungen genötigt gesehen. Für Jan Kirchhoff, den muskuläre Probleme im Oberschenkel zur Pause zwangen, sowie Junior Diaz, Eugen Polanski und Marcel Risse beorderte er Elkin Soto, Julian Baumgartlinger, Nicolai Müller und Radoslav Zabavnik von Beginn an aufs Feld. Jürgen Klopp nahm nur eine Veränderung vor: Jakub Blaszczykowski ersetzte Kevin Großkreutz. Sven Bender spielte trotz seines Nasenbeinbruchs vom Mittwoch ohne Schutzmaske.

Caligiuri mit Traumtor für Mainz

Die Gastgeber erwischten den besseren Start und überraschten den BVB mit dem schnellen Führungstreffer. Nach wiederholter Balleroberung durch die früh attackierenden Rheinhessen steckte Elkin Soto in der vierten Minute gedankenschnell durch zu Marco Caligiuri, der nicht lange fackelte und den Ball aus vollem Lauf mit links zum 1:0 in den rechten oberen Winkel hämmerte.

Der Rückstand sorgte bei den Dortmundern für einen Hallo-Wach-Effekt. Sie kamen besser in die Zweikämpfe und erhöhten Druck und Tempo. Als Linksverteidiger Marcel Schmelzer in der zwölften Minute zwei Mainzer an der Auslinie band und Marco Reus an der Strafraumgrenze bediente, war der Ausgleich vorbereitet. Sturmspitze Robert Lewandowski brachte seinen Körper noch an den mit Effet vors Tor getretenen Flankenball, sodass dem Mainzer Schlussmann Christian Wetklo keine Abwehrchance blieb.

Dortmund beweist Effektivität

Die Mainzer ließen sich von dem Gegentor nicht beirren. Sie spielten weiter mutig nach vorne und kamen zu hochkarätigen Chancen. Aber sowohl Nicolai Müller als auch Andreas Ivanschitz verfehlten aus aussichtsreicher Position das Ziel. Was Effektivität bedeutet, demonstrierten die Borussen dann zwei Minuten vor der Pause. Mario Götze spielte einen scharfen Pass in die Tiefe auf Lewandowski, der mit einem gefühlvollen Heber zum schmeichelhaften 2:1 seinen neunten Saisontreffer erzielte.

Die 34.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena sahen auch in der zweiten Halbzeit einen packenden Schlagabtausch. Fünf Minuten nach Wiederbeginn hatte Lewandowski seinen dritten Treffer auf dem Fuß, doch Wetklo rettete mit einer Fußabwehr in höchster Not. Danach brachte der BVB das Ergebnis sicher über die Runden.