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Brose Baskets Zwischen Euphorie und Angst vor Spott

Werner Haala, vom 30.04.2011 00:00 Uhr
Nicht nur bei den Brose Fans, sondern auch ligaweit im Blickpunkt: Bambergs John Goldsberry. Foto: Wolfgang Zink
Nicht nur bei den Brose Fans, sondern auch ligaweit im Blickpunkt: Bambergs John Goldsberry. Foto: Wolfgang Zink

Bamberg Auf den vierten Titel innerhalb eines Jahres sind die Brose Baskets jetzt ganz scharf. Für den Meister von 2010 sowie den Pokalsieger von 2010 und 2011 beginnt die heiße Jagd am Sonntag (17 Uhr) in der Stechert Arena mit dem ersten Playoff-Viertelfinale gegen die Eisbären Bremerhaven. Als Übermannschaft der Hauptrunde mit einer einzigartigen Bilanz von 64:4-Punkten steht für die Bamberger allerdings viel auf dem Spiel. Wiederholen sie das Double, haben das alle nicht anders erwartet. Scheitern sie freilich vorzeitig, brauchen sie sich über Spott nicht zu wundern. Michael Stoschek, Vorsitzender der Gesellschafter-Versammlung von Hauptsponsor Brose: „Automatisch geht gar nichts. Die anderen sind auch nicht schlechter. Ich warne vor der Euphorie aus dieser tollen Saison.”

 

"Bei uns haben die Talente optimale Entwicklungsmöglichkeiten"


Gleichwohl besitzt der Branchen-Primus eine zur Zeit unangefochtene Ausnahmestellung. In der so genannten Plus-Minus-Bilanz der abgelaufenen Hauptrunde rangieren unter den acht besten Spielern gleich sieben Akteure der Brose Baskets. Angeführt wird das Ranking von Kapitän Casey Jacobsen, dem wohl komplettesten Star der deutsche Eliteklasse, Zweiter ist Verteidigungs-Experte Anton Gavel, Dritter Spielmacher und Abwehr-Chef John Goldsberry.
Neben ihrer Rolle als Titelhamster stricken die Bamberger auch an ihren Perspektiven für die Zukunft. Am Sonntag werden sie dazu eine spektakuläre Kooperation verkünden, die weit über das bisherige Engagement im regionalen Bereich hinausgeht. Ab Mai arbeiten die Brose Baskets im Nachwuchsbereich mit der SG Köln 99ers, dem mit über 400 Spielerpässen und über 600 Mitgliedern größten Basketball-Verein in Deutschland, zusammen. Kölns Vorstand Christoph Körner: „Bamberg ist die Nummer eins. Wir wollen nach deren Philosophie unser eigenes Programm auf ein höheres Niveau führen.” Aus der Kölner Talentschmiede kommen die Jung-Nationalspieler Tibor Pleiß, der für die Brose Baskets auf Korbjagd geht, und Philipp Schwethelm, der zuletzt für Bremerhaven starke Leistungen ablieferte. Bambergs Manager Wolfgang Heyder: „Ein gutes Jugendprojekt braucht eine enge Verzahnung zu einem Profi-Programm. Bei uns haben die Talente optimale Entwicklungsmöglichkeiten."

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