Nur einen Katzensprung von der PI 22 am Prinzregentenplatz entfernt fackelt ein Unbekannter drei Streifenwagen ab - Schaden rund 150 000 Euro. Die Theorien.

München - In Berlin kennen sie es schon, dass nachts im Nobelviertel mal ein Auto in Flammen aufgehen kann. Ob sich dieser Wahnsinn jetzt nach München verbreitet? In der Nacht zum Mittwoch ist mitten im vornehmen Bogenhausen ein Brandanschlag auf drei Streifenwagen verübt worden, gleich an der Polizei-Inspektion 22 am Prinzregentenplatz. Der Schaden: rund 150000 Euro.

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Gegen 2.30 Uhr schlägt ein Anwohner in der PI 22 Alarm. Drei Streifenwagen, die ums Eck in einer speziell für Einsatzfahrzeuge gekennzeichneten Parkbucht abgestellt sind, brennen. Die Flammen schlagen meterhoch in den Nachthimmel. Dicker Qualm zieht über den Prinzregentenplatz.

Die Feuerwehr rückt mit zwölf Mann und zwei Löschfahrzeugen an. Doch die drei Polizeifahrzeuge, zwei VW-Busse und ein BMW-3er-Touring, sind nicht mehr zu retten. Die Streifenwagen brennen völlig aus. „Wir ermitteln in Richtung Brandstiftung“, berichtet Polizeisprecher Wolfgang Wenger.

Brandfahnder des Polizeipräsidiums München und des Landeskriminalamtes untersuchen am Mittwoch den Tatort und die Wracks. Dabei wird gezielt nach Spuren von Brandbeschleunigern wie Benzin oder Spiritus gesucht. Polizisten befragen Anwohner aus der Nachbarschaft. Niemandem ist etwas aufgefallen, keine verdächtigen Beobachtungen.

Der Polizeiparkplatz ist nicht videoüberwacht, deshalb gibt es aus der Tatnacht keine Aufnahmen. Die Frage ist, welches Motiv hinter dem Brandanschlag steckt.

Dazu gibt es bislang drei Theorien:

 

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