Brand auf Pfarrbauernhof Ex-Bürgermeister von Schneizlreuth muss vor Gericht

Tödliches Inferno im Mai 2015 in Schneizlreuth - ausgelöst hatte den brand wohl eine weggeworfene Zigarette. Foto: dpa

Die Brandkatastrophe von Schneizlreuth im Berchtesgadener Land ist unvergessen: An Pfingsten 2015 waren dort sechs Übernachtungsgäste aus Niederbayern ums Leben gekommen, fast 20 weitere wurden teils schwer verletzt. Nun kommt auch der ehemalige Bürgermeister vor Gericht.

Traunstein/Schneizlreuth - Im Fall der Brandkatastrophe von Schneizlreuth mit sechs Toten muss nun auch der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde vor Gericht. Das Landgericht Traunstein hat die Anklage der Staatsanwaltschaft zugelassen, wie ein Sprecher des Gerichts am Freitag sagte. Das Hauptverfahren werde vor dem Amtsgericht Laufen stattfinden. Zuerst hatte die Passauer Neue Presse darüber berichtet.

Dem Ex-Bürgermeister der Gemeinde wird vorgeworfen, dass er das Landratsamt nicht über den baurechtswidrigen Zustand des Pfarrbauernhofs informiert und die Durchführung einer Feuerbeschau in dem Gebäude unterlassen habe. Zudem soll er als Zeuge vor Gericht seinen Kenntnisstand vom Umfang der Nutzung des Gebäudes zu Übernachtungszwecken unzutreffend dargestellt haben.

Bei dem Brand in dem Pfarrbauernhof in Schneizlreuth waren an Pfingsten 2015 sechs Übernachtungsgäste aus Niederbayern ums Leben gekommen, fast 20 weitere wurden teils schwer verletzt. Ursache für das Feuer war wahrscheinlich eine weggeworfene Zigarette eines Gasts.

Im vergangenen Jahr hatte das Traunsteiner Landgericht bereits den Inhaber einer Eventagentur wegen fahrlässiger Tötung zu drei Jahren Haft verurteilt. Er hatte die Urlauber auf dem Bauernhof übernachten lassen, ohne sich um den Brandschutz zu kümmern.

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